Deutscher Fernsehpreis an Sebastian Koch und Monica Bleibtreu

- Köln - Sebastian Koch hat für seine Rolle im ARD-Film "Speer und Er" den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester Schauspieler bekommen. In Heinrich Breloers historischer Produktion verkörperte Koch Adolf Hitlers Architekt Albert Speer.

Als beste Schauspielerin wurde in Köln Monica Bleibtreu für ihre Rolle als todkranke Maria im ARD-Drama "Marias letzte Reise" ausgezeichnet. Schauspieler Dietmar Schönherr (79) wurde mit dem Ehrenpreis der Stifter für sein Lebenswerk geehrt.

Koch setzte sich gegen Misel Maticevic ("Hotte im Paradies" und "Das Zimmermädchen") und Ulrich Noethen ("Der Boxer und die Friseuse" und "Die Patriarchin") durch. Bleibtreu verwies Iris Berben ("Die Patriarchin") und Johanna Wokalek ("Die Kirschenkönigin") auf die Plätze. Neben der Ehrung für die Beste Schauspielerin ging "Marias letzte Reise" mit drei weiteren Auszeichnungen in den Kategorien Bester Fernsehfilm, Bester Schauspieler in einer Nebenrolle (für Michael Fitz) und Beste Musik als erfolgreichste Produktion aus dem Rennen. Bei den Besten Fernsehfilmen waren noch "Das Gespenst von Canterville" (Sat.1) und "Die Patriarchin" (ZDF) nominiert worden.

Als beste deutsche Fernsehserie darf sich die RTL-Krimireihe "Abschnitt 40" bezeichnen. Bester Seriendarsteller ist nach Ansicht der neunköpfigen Jury unter der Leitung der Fernsehkritikerin Klaudia Wick der 52-jährige Ulrich Mühe in der ZDF-Gerichtsmedizinerserie "Der letzte Zeuge". Mit im Wettbewerb waren Sophie Schütt und Jochen Horst für "Typisch Sophie" (Sat.1) sowie Jutta Speidel und Fritz Wepper für "Um Himmels Willen" (ARD). Beste Sitcom wurde die RTL- Serie "Nikola" und Beste tägliche Serie, eine neue Kategorie, die Sat.1-Telenovela "Verliebt in Berlin", die den Vorzug vor "Bianca - Wege zum Glück" (ZDF) und "Unter uns" (RTL) bekam.

ZDF-Journalist Claus Kleber ("heute journal") wurde bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises 2005 als Bester Moderator einer Informationssendung gekürt. Als Beste Informationssendung befand die Jury die ZDF-Reihe "Fall Deutschland". Als Beste Unterhaltungssendung ging die Sat.1-Show "Clever! Die Show, die Wissen schafft" aus der Konkurrenz hervor. Über den mit jeweils 15 000 Euro dotierten Förderpreis dürfen sich die Nachwuchsschauspieler Josefine Preuß ("Abschnitt 40") und Jochen Frank ("Afghanen flirten nicht", SWR) freuen.

Die Gala, bei der Preise in 23 Kategorien (plus zwei Förderpreise und der Ehrenpreis) vergeben wurden, wurde vor rund 1500 geladenen Gästen im Kölner Coloneum von Anke Engelke und Hugo Egon Balder moderiert. Die TV-Übertragung von der Verleihung des siebten Deutschen Fernsehpreises stand am Sonntagabend (20.15 Uhr) bei Sat.1 im Programm.

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