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Görge Heimann aus Köln nach dem Treppenlauf im Empire State Building. Foto: Johannes Schmitt-Tegge

Deutscher wird Fünfter beim New Yorker Treppenlauf

Touristen stehen Schlange, um die Spitze des Empire State Building zu besuchen - mit dem Aufzug. Alljährlich treffen sich Treppenläufer, um die 86 Stockwerke zu Fuß zu bezwingen. Für einen als Favorit gehandelten Deutschen fehlen zum Sieg diesmal wichtige Sekunden.

New York (dpa) - Der Australier Darren Wilson hat den berühmten Treppenlauf im Empire State Building gewonnen und den Deutschen Görge Heimann auf Platz fünf hinter sich gelassen.

"Ich war nicht 100 Prozent fit, das habe ich gemerkt", sagte der als einer der Favoriten gehandelte Kölner der Deutschen Presse-Agentur. In 12 Minuten und 20 Sekunden legte er am Mittwochabend die 86 Stockwerke über 1576 Stufen zurück. "Es war sehr windig oben, aber ich konnte es genießen", sagte der 47-Jährige über seinen ersten Besuch auf der Aussichtsplattform des berühmten Wolkenkratzers in New York.

"Es gibt immer ein bisschen Gedrängel auf dem Weg in die Tür", sagte Wilson, der es nach dem Start in der Lobby als erster ins Treppenhaus schaffte. "Ich konnte meinen eigenen Rhythmus laufen." Wilson bezwang die 320 Höhenmeter in 10 Minuten 36, der Italiener Emanuele Manzi landete mit 11 Minuten 10 Sekunden hinter ihm auf Platz zwei.

Vergangenes Jahr hatte Christian Riedl aus Erlangen das Rennen für sich entschieden, der dieses Jahr nicht antrat. 2006 bis 2012 gewann jedes Jahr Thomas Dold aus dem badischen Steinach. Den Rekord von 9,33 Minuten stellte der Australier Paul Crake im Jahr 2003 auf. Die Läufer bereiten sich häufig mit Intervalltrainings in Hochhäusern ihrer Heimatstädte vor.

Heimann, der wegen der langen Anreise beim Lauf bereits 21 Stunden wach war, versteht sein Hobby auch als Chance, die Welt zu bereisen. Zweimal machte er deshalb in Chicago Station, einmal in Las Vegas - zuvor hatte er noch nie die USA bereist. Auch nach China, Taiwan und Mexiko verschlug ihn das Treppenlaufen schon. Heimann: "Da wäre ich normalerweise nie für ein Wochenende hingefahren."

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