Deutsches Live-8-Konzert mit Star-Aufgebot

- Berlin - Zum deutschen Live-8-Konzert gegen Hunger und Armut in Berlin hat der Popsänger Bob Geldof (53) ein großes Staraufgebot angekündigt. Neben Green Day, Brian Wilson und den Toten Hosen werden am 2. Juli unter anderen a-ha, Wir sind Helden, Reamonn, BAP und Chris De Burgh vor dem Brandenburger Tor auftreten.

Außerdem werde noch mit Herbert Grönemeyer, Anastacia, Crosby, Stills & Nash sowie Audioslave verhandelt, sagte Geldof am Dienstag in Berlin. Für den Tag sind weltweit sieben Live-8-Konzerte in den führenden Industriestaaten geplant. <P>Geldorf kündigte das "größte Popkonzert aller Zeiten" mit dem größten Aufgebot an Stars an. Der Eintritt ist kostenlos. Rund eine Million Besucher und Milliarden Fernsehzuschauer werden erwartet. Mit den Konzerten sollen die Regierungschefs der G-8-Staaten zu ihrem Gipfel unter Druck gesetzt werden, einen Schuldenerlass für die armen Länder der Welt und eine Erhöhung der Mittel für Entwicklungshilfe zu beschließen. Anders als beim legendären Live-Aid-Konzert vor 20 Jahren geht es diesmal nicht um Geldspenden, sondern um millionenfache politische Unterstützung. "Wir wollen nicht dein Geld, wir wollen dich", betonte der Musiker.</P><P>Deutschland als drittreichstes Land der Welt müsse die politische Führung in diesem Prozess übernehmen. Die Deutschen hätten bei der Flutkatastrophe in Asien ihre Großzügigkeit unter Beweis gestellt. "In Afrika gibt es jeden Tag einen Tsunami", sagte Geldof. "An jedem Tag sterben dort 50 000 Menschen, weil sie arm sind."</P><P>Der ehemalige Sänger der Boomtown Rats und Organisator des legendären Live-Aid-Konzerts von 1985 rief auch die Deutschen auf, in großer Zahl zum G-8-Gipfel am 6. Juli in der schottischen Hauptstadt Edinburgh zu reisen, um dort zu protestieren. "Friedliche Aktionen verändern die Welt", sagte Geldof. "Die Lingua franca der Welt ist nicht Englisch, die Lingua franca der Welt ist die Musik."</P><P>Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sagte, das Projekt könne helfen, gegen die Armut vorzugehen und gerechte Welthandelsstrukturen voranzubringen. Die Agrarsubventionen in den reichen Ländern "sind eine dauerhafte Aggression gegen die Entwicklungsländer", sagte die Ministerin. Orte der sieben Konzerte am 2. Juli sind London, Berlin, Paris, Rom, Philadelphia, Ottawa und Tokio.</P><P>www.live8live.com</P>

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