Diana von Ermordung ihres Leibwächters überzeugt

- New York - Prinzessin Diana war davon überzeugt, dass ihr Leibwächter, mit dem sie eine Affäre gehabt haben soll, ermordet wurde. Das geht aus den privaten Videoaufnahmen hervor, deren zweiter Teil in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) erstmals vom US Fernsehsender NBC ausgestrahlt wurde. Sie spricht darin auch über ihre verhasste Stiefmutter Lady Raine, die sie für ihre unglückliche Kindheit verantwortlich machte. Unter den vier Spencer-Geschwistern hatte Raine den Spitznamen "acid rain" (saurer Regen).

Diana gibt gegenüber ihrem Sprachtrainer Peter Settelen vor laufender Kamera zu, dass sie sich Hals über Kopf in den damals 38jährigen verheirateten Leibwächter Barry Mannakee verliebt habe. "Er war der beste Freund, den ich je hatte." Wie weit die Affäre wirklich ging, lässt Diana zwar im Dunkeln, doch hätte sie für Mannakee Prinz Charles nach vier Jahren Ehe verlassen. "Ich wollte alles aufgeben und mit ihm zusammen leben". Mannakee wurde - ob wohl die Liaison nie bestätigt wurde - aus den Diensten des Königshauses entlassen und zum diplomatischen Schutzdienst versetzt. Wenige Monate später kam er im Jahre 1987 bei einem Motorradunfall ums Leben. Diana war sich nie sicher, ob der Unfall nicht eine abgekartete Sache gewesen sei. Die damals 17-jährige Fahrerin des Unfallautos wurde nie gefasst und soll inzwischen in den USA ein neues Leben begonnen haben.<BR><BR>Nach dem Erscheinen des Buches "Diana, ihre wahre Geschichte" (1992) des britischen Biografen Andrew Morton sind die Enthüllungen auf den Videobändern, die mit der Amateurkamera von Settelen aufgenommen worden waren, nicht neu. BBC-Hofberichterstatter Peter Hunt hatte nach dem ersten Teil in der vergangenen Woche gesagt, die Bänder enthielten keine "Aufsehen erregend neuen Informationen".<BR><BR>Die rund 20 Videokassetten entstanden zwischen 1992 und 1993 im Londoner Kensington Palast, kurz nach der Trennung von Ehemann Charles. Prinzessin Diana, die am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam, erzählt darin von ihrer Kindheit, ihrem unglücklichen Sexleben mit Prinz Charles, analysiert ihre Bulimie und beschreibt ihren missglückten Hilferuf an die Queen. Settelen verkaufte einen Teil der Aufnahmen an das amerikanische Fernsehen. 

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