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Die Prinzen William und Harry sollen gezwungen worden sein, hinter dem Sarg ihrer Mutter Lady Diana herzulaufen. Das behauptet ihr Onkel Earl Spencer (Mitte).

Earl Spencer erhebt Vorwürfe

Dianas Bruder: Hinter den Beerdigungsfotos steckt eine Lüge

Die Bilder sind ebenso herzzerreißend wie berühmt: Die Prinzen William und Harry begleiten ihre Mutter Diana auf ihrem letzten Weg. 20 Jahre nach Dianas Tod sagt ihr Bruder Earl Spencer: Hinter den Bildern steckt eine Lüge.

London - Diese Bilder gingen vor 20 Jahren um die Welt: Die Söhne der bei einem Unfall verstorbenen Lady Diana Spencer, die Prinzen William und Harry, laufen mit gesenkten Köpfen hinter dem Sarg ihrer Mutter. Die damals zwölf und 15 Jahre alten Jungen rühren die Menschen in Londons Straßen und weltweit vor den TV-Geräten zu Tränen, so schmerzhaft ist der Anblick zweier Kinder, die ihre Mutter verloren haben.

Damals hieß es, die beiden Prinzen seien auf eigenen Wunsch mit ihrem Vater Charles sowie Großvater Prinz Philipp und ihrem Onkel, Dianas Bruder Earl Spencer, im Trauerzug gelaufen. Letzterer sagt aber heute: „Das stimmt nicht.“ Im Gegenteil sollen sich die Prinzen geweigert haben und schließlich gezwungen worden sein, sagt Dianas Bruder weiter. Gegenüber dem Radiosender BBC 4 erklärte Spencer, man habe ihm gesagt, die Jungen wollten den schweren Gang freiwillig gehen. Angestellte des Palasts hätten ihm versichert, die Prinzen wollten den Sarg ihrer Mutter vom St. James Palace zur Westminster Abbey begleiten - auch, dass dies Dianas Wunsch gewesen wäre. „Ich wurde belogen.“ 

Beide Prinzen deuteten ähnliches in jüngsten Interviews an. Prinz Harry sagte kürzlich der US-Zeitung Newsweek, dass ihn die Situation damals sehr verstört habe. „Meine Mutter war gerade gestorben und ich musste den langen Weg hinter dem Sarg gehen, während mich tausende Menschen anstarrten und Millionen im Fernsehen sahen.“ So etwas sollte von keinem Kind verlangt werden, meinte der Prinz weiter. Auch William, der erst kürzlich mit Ehefrau Kate und den Kindern George und Charlotte in Deutschland zu Besuch war, äußerte sich in einer aktuellen britischen TV-Doku ähnlich. 

Earl Spencer selbst habe ebenfalls sehr gelitten am Tag von Dianas Beerdigung, sagte er der BBC. Der Trauerzug sei für ihn die schrecklichste halbe Stunde seines Lebens gewesen. Wer die beiden Prinzen gezwungen hat, vor den Augen der Welt ihrer toten Mutter durch London zu folgen, sagt Spencer nicht. Er sei sich allerdings sicher, dass das „heutzutage nicht mehr passieren würde“. 

kb

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