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Katie Holmes.

Suri Cruise

Vor diesen Fragen will Katie ihr Kind schützen

Los Angeles - Scientology hat für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren einen Security-Check entwickelt. Dem sähe sich auch Suri Cruise ausgesetzt. Doch Mutter Katie Holmes will ihr Kind davor beschützen.

Es sind Fragen, die ein grausames Ziel verfolgen: Schon Kinder sollen sich schuldig fühlen und sich für etwas öffnen, von dem sie ein Leben lang nicht mehr loskommen. 99 Fragen (eine Auswahl lesen Sie unten) umfasst der Security Check von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard aus dem Jahr 1961, mit dem bereits die jüngsten Anwärter und Mitglieder endgültig in die Arme der Sekte geführt werden sollen.

Gedacht ist der sogenannte Sec Check für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Und Suri, Tochter von Katie Holmes (33) und Tom Cruise (50), hat heuer am 18. April ihren sechsten Geburtstag gefeiert. Sie ist damit reif für den Check. „Jede Mutter, deren Herz am rechten Fleck schlägt, würde ihr Kind vor dieser Befragung beschützen wollen“, so eine Insiderin gestern zur tz: „Und Katie Holmes ist eine echte Mutter, die trotz Scientology alles für ihre Suri tun würde.“

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Das demonstriert die Schauspielerin derzeit mit aller Macht: Sie will Tom Cruise eine Woche vor der ersten Anhörung vor einem New Yorker Familiengericht am 17. Juli zeigen, dass sie den Kampf gegen Scientology, gegen ihn und für das Kind aufgenommen hat. Holmes drückt ihre Kleine in der Öffentlichkeit an sich. Sie stimmt ihre Kleidung auf die ihrer Tochter ab, sie hält die kleine Suri bei jeder öffentlichen Gelegenheit liebevoll an sich, gibt ihr das sichere Gefühl, bei ihr, der Mutter, ein Kind sein zu können.

Um genau das geht es beim Sec Check, dem Kind das Kindsein zu nehmen. Laut Scientology gibt es keine Kinder. Der menschliche Körper ist stattdessen beseelt von einem Thetan, der immer wieder in einen Körper „implantiert wird“ und so schon mehrere Lebzeiten hinter sich hat. Das aktuelle Dasein nennt sich dann die persönliche Zeitspur. „Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der bzw. die nicht voll ausgewachsen ist. Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft, gilt auch für Kinder“ (New Era Publications, Kinder: ein Auszug aus dem Scientology-Handbuch, Kopenhagen 1994).

In der Praxis beginnt das Verfahren, den Scientology-Nachwuchs in die richtige Spur zu bringen, bereits mit der Geburt. Hubbard erklärte, wie Mütter stillen oder die Flasche geben sollten. Der entscheidende Schritt kommt dann mit dem Sec Check. Die Kinder werden an einen sogenannten E-Meter angeschlossen, der die Hautspannung misst und ähnlich wie ein Lügendetektor funktioniert. Die erste Frage (siehe oben) trifft schon einen der sensibelsten Punkte eines Kindes, es wird sofort in einen Zustand der Angst versetzt. Mit jeder Frage wird sich das Kind ein wenig mehr schuldig fühlen und offen sein für die Infiltration der Scientology-Ideologien. Katie Holmes versucht nun, mit dem einzigen Mittel, das vielleicht mächtig genug ist, gegen den großen Gegner anzutreten: mit der ganzen Liebe einer Mutter.

Der Fragen-Check:

  • Was ist dir verboten worden weiterzuerzählen?
  • Hast Du dir jemals etwas genommen, was nicht dir

 gehörte, ohne es später wieder zurückzugeben?

  • Hast du jemals krank gespielt?
  • Hast du dir jemals etwas sehnlichst gewünscht,

 aber niemandem davon erzählt?

  • Hast du dich jemals mit Absicht schmutzig gemacht?
  • Hast du jemals ein anderes Kind, oder auch

 Erwachsene, die gerne arbeiten wollten, davon abgehalten?

  • Warst du jemals gemein oder grausam zu einem Tier?
  • Hast du ein Geheimnis?
  • Hast du je etwas getan, für das du dich sehr geschämt hast?
  •  Gibt es etwas über dich, das deine Eltern nicht verstehen

 würden, wenn du es ihnen sagen würdest?

  • Bist du jemals nicht rechtzeitig fertig geworden

 mit deinen Schulaufgaben?

  • Hast du in der Schule jemals eine Arbeit verhauen?
  • Hast du jemals absichtlich einem Lehrer Ärger gemacht?
  • Hast du jemals ein anderes Kind schlechtgemacht?
  • Hast du jemals jemandem die Freude verdorben?
  • Hast du dich jemals für etwas entschuldigt mit der

 Begründung, dass du ja noch ein Kind bist,

 beziehungsweise, dass du noch nicht erwachsen bist?

  • Hattest du jemals das Gefühl, dass deine Eltern und

 dein Elternhaus zu gut für dich sind?

  • Hast du jemals etwas Verbotenes mit deinem Körper gemacht?

 Gibt es etwas, was du deinen Eltern lieber beichten solltest?

 (...)

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