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Models präsentieren bei der "Brigitte"-Modenschau im Haus der Kunst die farbenfrohe Frühjahrs- und Sommermode 2009.

„Brigitte“-Modenschau

Dieser Sommer wird verführerisch

München - Flatterhaftes Zitronengelb, träumerisches Aquamarinblau und sündiges Fuchsiarot – die Farben der kommenden Mode-Saison sind so verführerisch, dass jede Frau am liebsten sofort den Inhalt ihres Kleiderschrankes entsorgen möchte, um sich komplett neu einzukleiden.

Zu vergeben sind: Hippiegirlie, African Queen, Rocklady oder Badenixe. Das Hamburger Frauenmagazin „Brigitte“, das gut eine Million Leserinnen hat, hat am Mittwochabend mit einer Modenschau im Haus der Kunst gezeigt, was frau in naher Zukunft bitteschön am möglichst schlanken Leib zu tragen hat.

Den Zuschauern wurde auch traumhafte Abendmode präsentiert.

„Die Mode ist die kleine Schwester der Liebe“, philosophiert Andreas Lebert, Gastgeber und „Brigitte“-Chefredakteur, bei der Begrüßung der rund 1000, meist weiblichen, Zuschauer. Schön und gut, doch die Münchner Ladys lassen sich selbst von feinsten Stoffen und aufregendsten Farben nicht unbedingt berauschen. „Ich bin überhaupt nicht shoppingsüchtig“, gesteht Schauspielerin Andrea L’Arronge, die ihre schwarze Handtasche per Zufall in Spanien fand. „Nach dem Schinken-Kauf habe ich sie in einem Shop neben dem Supermarkt entdeckt.“ Kaufhäuser, Boutiquen und Umzugskabinen sind ihr ein Gräuel. „Ich muss für meine Filme eh schon immer Kleidung aussuchen, dann mache ich das auf keinen Fall in meiner Freizeit.“ Wie Kollegin Jutta Speidel: „Ich und shoppen? Nein, wenn mir Stücke aus meinen Filmen gefallen, dann kaufe ich die.“ Ihr Lieblingsstück: die Handtasche ihrer Großmutter. Und Lodenfrey-Chefin Sabine Nagelhat ihren Mann erst mit ihrem Hochzeitskostüm überrascht. „Nach 25 Jahren habe ich es wieder angezogen, und mein Mann fragte mich, ob ich ein neues Outfit hätte.“ Ihr Kleiderschrank leert sich zurzeit von alleine. „Meine 23-jährige Tochter hat die gleiche Größe wie ich.“ Schauspieler Udo Wachtveitlwar im feinen Nadelstreifen-Zwirn gekommen. Und verriet, dass er keinen speziellen Modestil bevorzuge: „Das kommt auf den Frauentyp an. Es gibt Frauen, die sehen am besten in Jeans und einem schönen weißen T-Shirt aus. Und dann gibt es welche, bei denen finde ich es besonders erotisch, wenn sie sehr elegant sind.“ Ein bestimmtes Textil könne er allerdings nicht leiden: „Was ich ganz furchtbar finde, sind Jeans mit Strassbesatz.“

Fotostrecke: Ballroom-Dressing 2009

Ballroom Dressing 2009

Mit dabei waren unter anderem auch: Dirndlpunk-Designerin Angelika Zwerenz, die ihre silberne Handtasche spontan auf dem Weg zum Bahnhof erstand – und nicht in der Maximilianstraße. „Ich kaufe nicht nach Marken, denn damit unterstreicht eine Frau nicht unbedingt ihren Charakter“; Moderatorin Andrea Polzin(„Ich kaufe ganz viel im Internet ein, ganz gemütlich am Abend“), Doreen Dietl, Nina Ruge, Veronica Sass, Shirley Retzer(„Ich lasse mir vieles in Thailand schneidern, denn mir ist es schon passiert, dass eine Frau das gleiche Kleid anhat“), Marion Kiechle, die supercoole Lederhosen und Stiefel trug, und die Münchner Designerin Sonja Kiefer, die weiß, was kommt: „Wichtig sind ganz viele Accessoires, damit kann man die Looks wie Ethno oder Knallfarben ohne viel Aufwand stylen.“

Von Maria Zsolnay

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