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Dieter Bohlen: Er lässt sich keinen Maulkorb verpassen.

Der Juror will sich seine Sprüche nicht nehmen lassen

Bohlen wehrt sich gegen Maulkorb

Köln - Am Freitag beginnt bei RTL die dritte Staffel der Castingshow „Das Supertalent“, und Dieter Bohlen ist wieder der Oberjuror.

Im Interview spricht er unter anderem über die Tatsache, dass Medienwächter künftig ein genaueres Auge auf seine Wortwahl haben werden.

Herr Bohlen, haben Sie bei den Castings für „Das Supertalent“ schon ein persönliches Highlight entdeckt?

Dieter Bohlen: Es liegen alle sehr dicht beieinander. Im letzten Jahr hatte ich mit Michael Hirte relativ früh meinen Favoriten, dieses Jahr ist es nicht so. Ich hab im Moment überhaupt keine Peilung, wer gewinnen wird. Es muss ja nicht unbedingt immer ein Musiker sein. Wir hatten auch tolle Tänzer und Akrobaten dabei.

Castingshows: Was wurde aus den Gewinnern?

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Was waren die schlimmsten Auftritte, die Sie gesehen haben?

Bohlen: Wir haben wieder ­unheimlich schlechte Sänger und Akrobaten, Menschen, die sich total überschätzt haben. Wir hatten einen Mann, der sich bis zum String­tanga auszog und dabei eine Bauchwelle zeigte, das war heftig. Oder Leute, die meinten, sie hätten die härtesten Bauchmuskeln, und sich dann Stühle auf dem Bauch zerschepperten. Es gibt viele Leute, bei denen ich dachte, die haben nicht alle Latten am Zaun, und über die wir viel gelacht haben. Ich glaube, wir haben sie auf den Weg der Erkenntnis geschickt…

Die besten Sprüche von Dieter Bohlen

Die besten Sprüche von Dieter Bohlen

Es laufen auch schon die Castings für die nächste Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Ihre Kommentare sind immer wieder Grund für Diskussionen. Kann oder muss man wieder mit Ihren Sprüchen rechnen?

Bohlen: Ich lass mir bei DSDS keinen Maulkorb verpassen, dann würde ich lieber aufhören. Den Leuten etwas vorzumachen wie in anderen Castingshows, wo man die Kandidaten nur mit Honig überschleimt – das mache ich nicht. Wir suchen einen guten Künstler. Natürlich ist dieses Wort Superstar immer wahnsinnig überhöht, aber wir suchen eben einen neuen Star. Und ich werde allen anderen, die einfach schlecht sind, nach wie vor sagen, wie ich sie finde. Ich hab mir selber gewisse Grenzen auferlegt, wo ich niemals einen Spruch bringen würde. Aber ich werde auch weiter mit meiner blumigen Sprache agieren. Im Fernsehen werden Morde und Vergewaltigungen gezeigt, in den Tagesthemen sehe ich, wie Menschen lebendig verbrannt werden. Ich glaube nicht, dass dieses Land es nicht ertragen kann, wenn ich sechsmal „Scheiße“ sage.

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