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Wurden zu anderthalb Jahren Haft verurteilt: Stefano Gabbana und Domenico Dolce (r).

Stardesigner vor Gericht

20 Monate Knast für Dolce und Gabbana

Mailand - Ihr Name steht für Glamour und Geld. Nun sehen die Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana mal die andere Seite: Sie wurden wegen Steuerhinterziehung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt.

Im Berufungsprozess wegen Steuerhinterziehung sind die italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana am Mittwoch zu jeweils eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Mailand sah die Vorwürfe gegen die Stardesigner am Mittwoch als erwiesen an. In erster Instanz waren beide im Juni vergangenen Jahres wegen der Hinterziehung von Steuern im Umfang von 200.000 Euro noch zu jeweils 20 Monaten Haft sowie zu einem Bußgeld von 500.000 Euro an den Fiskus verurteilt worden.

Die Reduzierung der Haftstrafe im Berufungsverfahren beruht darauf, dass Teile des früheren Urteils nicht anerkannt wurden. Zur Höhe eines möglichen Bußgelds lagen keine Angaben vor. Auch Haftstrafen gegen vier weitere Angeklagte, darunter Dolces Bruder Alfonso und andere führende Mitglieder des Modehauses Dolce & Gabbana, wurden im Grundsatz bestätigt. Die Verteidigung kündigte umgehend weitere rechtliche Schritte an.

Im Juni 2013 waren die beiden Modeschöpfer für schuldig befunden worden, die Kontrolle über ihre Marken in den Jahren 2004 und 2005 an eine Tarnfirma namens Gado in Luxemburg übertragen zu haben, um in Italien keine Steuern zahlen zu müssen. Ursprünglich waren sie beschuldigt worden, rund eine Milliarde Euro an Steuern hinterzogen zu haben.

Die beiden Designer, zu deren Kunden Stars wie Beyoncé und Madonna gehören, bestritten die Vorwürfe stets. Für das im Jahr 1985 gegründete Unternehmen Dolce & Gabbana arbeiten mehr als 3000 Menschen. Weltweit gibt es 250 Geschäfte des Unternehmens in 40 Ländern. Der 55-jährige Dolce und der 51-jährige Gabbana gehören zu den reichsten Italienern.

AFP

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