US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan.
+
Meghan Markle und Prinz Harry im Interview mit Oprah Winfrey.

Kein Meghan-Freund

Meghan: Vertrauter verrät, was Trump vom ihrem Auftritt hält - „Jetzt kann es jeder sehen“

  • Julia Hanigk
    vonJulia Hanigk
    schließen

In ihrem Interview offenbart Meghan Markle persönliche Leiden während ihrer Zeit im Palast. Das sorgt für Wirbel in Politik und Palast - nun kommentiert auch Donald Trump.

Washington - Eigentlich ist Donald Trump ja schon seit Januar nicht mehr im Amt, seine Social Media-Accounts sind abgeschaltet. Trotzdem schafft es der Ex-Präsident einmal wieder mit seinen Aussagen für Kontroverse zu sorgen. Thema des neuen Aufregers: Einmal mehr das Interview von Meghan und Harry mit Talkmasterin Oprah Winfrey. Die Vorwürfe des fahnenflüchtigen Royal-Paares sorgen nicht nur im Königshaus selbst, sondern auch in der Politik immer noch für Aufruhr.

Meghan und Harry: Interview bewegt auch die Politik

Der britische Premierminister Boris Johnson wollte das Interview nicht weiter kommentieren, unterstrich aber seine Nähe zur Queen. Die amerikanische Regierung um Joe Biden wurde da schon etwas direkter. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte: „Meghan Markle ist eine Privatperson und das gilt auch für Harry. Für jeden, der öffentlich über seine Probleme mit der mentalen Gesundheit spricht und seine persönliche Geschichte teilt, bedeutet es viel Mut. Das ist definitiv etwas, an das der Präsident glaubt.“ Und weiter: „Wir haben eine starke und beständige Beziehung zur britischen Bevölkerung und eine besondere Partnerschaft mit der Regierung des Vereinigten Königreichs - und das wird weitergehen.“

Meghan und Harry: Donald Trump kommentiert ihr Interview

Nun kommentiert indirekt auch noch der Ex-Präsident Donald Trump das Interview. Dessen früherer Sprecher Jason Miller packt in Steve Bannons Podcast „War Room“ aus. Er zitiert seinen Ex-Chef: „Sie ist nicht gut … das habe ich gesagt und jetzt kann jeder es sehen“. Vor der Aufzeichnung des Podcast-Gesprächs habe Trump wohl erzählt, Miller könne von seiner Reaktion auf Meghan berichten, auch wenn es vielleicht keine gute Idee sei. Trump soll gesagt haben: „Weißt du, sobald du irgendetwas Negatives über Meghan Markle sagst, wirst du gecancelt. Guck dir Piers an“.

Meghan und Harry: Moderator verlässt wegen Interview-Kritik seinen Sender

Hintergrund der „Piers“-Aussage: Der Moderator Piers Morgan hatte Meghan Markle in seiner Show vorgeworfen, Lügen zu erzählen. Er glaube ihr die Geschichte über ihre Suizidgedanken nicht und würde ihr selbst dann nicht glauben, würde sie nur die Wettervorhersage vorlesen. Als Folge dessen gingen in weniger als 24 Stunden mehr als 41.000 Beschwerden bei der Medien-Aufsichtsbehörde „Ofcom“ ein. Piers Morgan verließ daraufhin den Sender und ließ via Twitter verlauten, dass er für Meinungsfreiheit eintrete und hinter seinen Aussagen stehe. Der Moderator soll bis zur Hochzeit mit Harry im persönlichen Kontakt mit Meghan gestanden haben. Seitdem gilt er als großer Kritiker Meghan Markles.

Meghan und Harry: Fehde zwischen Trump und Markle hat Tradition

Aber nicht nur er, auch Donald Trump ist kein Freund der Herzogin. Und diese Abneigung beruht offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Denn schon lange zuvor, bei den Wahlen 2016, hatte Meghan Trump als frauenfeindlich und spaltend bezeichnet. Darauf antwortete Donald Trump damals mit den Worten: „Ich wusste nicht, dass sie so ungezogen ist!“ Die Aussage revidierte er später insoweit, dass er nur die Bemerkungen Markles gemeint habe, nicht aber die Person selbst. Im Podcast ließ er nun über seinen Vertrauten also noch einmal mitteilen: „Ich bin im Team Piers.“ Und weiter: „Piers Morgan ist der Beste, er ist der Größte und sie wollen ihn einfach canceln, weil er Meghan Markle kritisiert hat.“ (jh)

Auch interessant

Kommentare