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Nach 15 Jahren meldet sich die Band No Doubt wieder zurück.

No Doubt: Comeback mit neuem Album

New York - 15 Jahre haben No Doubt gebraucht, um nach einem Liebesdrama innerhalb der Band um Gwen Stefani wieder zusammenzufinden. Doch "Don't Speak" soll nicht ihr letzter Hit bleiben.

Liebeskummer brachte der US-Popband No Doubt einst den ganz großen Erfolg - die nach der zerbrochenen Beziehung entstandene Freundschaft soll ihn jetzt wieder zurückholen. Tieftraurig nach der Trennung von Band-Kollege Tony Kanal hatte Frontfrau Gwen Stefani in den 90er Jahren die Ballade „Don't Speak“ geschrieben. Unglücklich Verliebte weltweit ließen sich von Stefanis schluchzender Stimme und dem einfühlsamen Text („Don't tell me cause it hurts“) trösten - und staunten, weil Stefani und Kanal trotz ihrer Trennung scheinbar einträchtig gemeinsam auf der Bühne stehen konnten. „Don't Speak“ verkaufte sich millionenfach, platzierte sich in vielen Ländern hoch in die Charts und wurde zum Riesenerfolg.

Mehr als 15 Jahre später haben sich Stefani und Kanal, die nach eigener Aussage inzwischen dicke Freunde sind, wieder zusammengetan - als Songschreiber. Gemeinsam wollen sie ihre Band, um die es in den vergangenen Jahren ruhig geworden ist, zurück auf die Erfolgsspur führen.

„In der Regel sah das so aus, dass Gwen mir zunächst erzählt hat, wie es ihr geht, was sie so bewegt, und dann haben wir gemeinsam versucht, diese Gefühle auf ganz konkrete Themenideen herunterzukochen“, sagt Kanal. „Echt entspannt“ sei das gewesen, ergänzt Stefani. „Genau das, was ich gebraucht habe.“

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Aus der Zusammenarbeit entstand „Push and Shove“ (Drücken und Drängeln), das an diesem Freitag (21. September) in Deutschland erscheinende lang erwartete Album der Popband. Darauf sind elf neue Lieder, zwei Akustik- und zwei Remix-Versionen.

Das bislang letzte Studioalbum „Rock Steady“, das nie an den Erfolg von „Tragic Kingdom“ mit Hits wie „Don't Speak“ und „Just A Girl“ anschließen konnte, ist inzwischen mehr als zehn Jahre alt - aber „Push and Shove“ klingt, als wären No Doubt nie weg gewesen.

Stefanis charakteristische Stimme mit dem enorm hohen Wiedererkennungswert prägt das Album und lässt es sofort vertraut wirken. Musikalisch hat die Band ihre Ska- und Rock-Wurzeln mit modernen Einflüssen kombiniert und ein poppiges Party-Album mit eingängigen Melodien („Heaven“), fröhlichen Beats („Looking Hot“) und einigen wenigen ruhigen Unterbrechungen („Easy“) geschaffen.

„Es ist ein Album geworden, auf das wir alle wahnsinnig stolz sind“, sagt Gitarrist Tom Dumont. „Ich bin extrem froh darüber, dass wir uns wirklich Zeit gelassen und alles darangesetzt haben, dass nur die besten Ideen es auf die Platte schaffen.“

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Eine richtige Auszeit seien die zehn Jahre seit dem letzten Album allerdings nicht gewesen, ergänzt Schlagzeuger Adrian Young. „Jeder von uns hat während dieser Zeit unglaublich viele andere Sachen gemacht.“ Allein Sängerin Stefani beispielsweise heiratete, bekam zwei Söhne, startete eine Solokarriere und wurde mit mehreren umjubelten Designer-Linien zur Mode-Ikone.

Jetzt stehe aber endlich einmal wieder das an, was sie beruflich am liebsten mache, sagt die 42-Jährige: auf Tour gehen. „Im Grunde genommen sind wir eine Live-Band. Das waren wir schon immer. Neue Songs zu schreiben ist jedes Mal die große Herausforderung, doch die Stücke danach live spielen zu können ist quasi die Belohnung dafür.“

dpa

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