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Das Kreuzfahrtschiff "Aida Luna", mit dem Daniel Küblböck gereist ist

Fast nie werden sie gefunden

Drama um Daniel Küblböck: So viele Menschen verschwinden jedes Jahr von Kreuzfahrtschiffen

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Jedes Jahr verschwinden rund 20 Menschen wie Daniel Küblböck von Kreuzfahrtschiffen, und fast nie werden diese Menschen gefunden.

München - Die Britin Kay Longstaff hatte unglaubliches Glück. Im August stürzte die 46-Jährige vor der Küste Kroatiens von Bord der Norwegian Star – und wurde zehn Stunden später von der Küstenwache gerettet. Jedes Jahr verschwinden rund 20 Menschen von Kreuzfahrtschiffen, und fast nie werden diese Menschen gefunden. Oft spielt Alkohol eine große Rolle – wie bei Kay Longstaff.

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Bisweilen enden Mutproben oder spektakuläre Selfie-Aufnahmen tragisch, aber auch Suizide (oft auch von Besatzungsmitgliedern) und vermutlich auch Verbrechen dürften für das Verschwinden von Passagieren und Besatzungsmitgliedern verantwortlich sein. Ross Klein, Professor an der Memorial University Neufundland (Kanada), sammelt seit über 20 Jahren Fälle, in denen Menschen über Bord gingen.

In rund 30 Prozent der Fälle gebe es keinen Anhaltspunkt, was mit den Menschen geschehen sei. Auf seiner Homepage www.cruisejunkie.com listet er akribisch auf, wann und wo jemand von einem Kreuzfahrtschiff verschwunden ist. Pro Jahr sind dies zwischen 16 und 54 Verschwundene. 

Video: Suche nach Daniel Küblböck wird eingestellt - doch wie geht es nun weiter?

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Professor Klein sammelt diejenigen Fälle, über die in Medien berichtet wurde. So kann es durchaus sein, dass es eine höhere Dunkelziffer gibt. Denn Meldungen über ungeklärte Vermisstenfälle an Bord gefallen den Reedereien natürlich nicht. Sie verkaufen lieber Kreuzfahrten als unvergessliche Erlebnisse auf hoher See.

Die Nachricht vom Verschwinden von Daniel Küblböck schockiert derzeit ganz Deutschland. Nun hat unsere Redaktion eine Aufnahme der Durchsage des AIDA-Kapitäns erreicht.

vp

Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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