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Mehrzad (r.) tröstet beim Finale den geschlagenen Menowin - doch der Kampf geht weiter.

DSDS: Der Kampf geht weiter

Köln - Die DSDS-Show ist vorbei. Doch der Kampf um Platz 1 tobt weiter, und zwar härter als je zuvor. Der große tz-Überblick.

Gut eine Woche nach dem Finale von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) will der zweitplatzierte Menowin Fröhlich (22) Sieger Mehrzad Marashi (29) vom Thron kicken. Er ist auf dem besten Weg: Menowin-Fans organisieren deutschlandweit Treffen und klicken im Internet gegen Mehrzads Charterfolg an, Fernseh-Stars wie Oliver Pocher nutzen den Hype um den Ex-Knacki für ihre eigene Quote.

Wie Menowin-Fans und sein Management ihren Liebling nach DSDS zum Superstar machen wollen, zeigt der tz-Überblick.

Das Fan-Wochenende

Am Samstag laufen sie Sturm: Hunderte Menowin-Fans haben sich für diesen Samstag verabredet und wollen klar zeigen, wer ihr wahrer Superstar ist. Über das Internet-Netzwerk Facebook verabreden sich die überwiegend jungen Leute für Aktionen in Köln, Hamburg, Stuttgart, Berlin und Dresden. Sie wollen Solidarität zeigen – und ihrem Ärger auf die Bild-Zeitung Luft machen: Nach Ansicht der Menowin-Fans hat das Blatt den Sieg des 22-Jährigen vereitelt. Kurz vor dem Finale berichtete Bild, dass Menowin angeblich Drogen verkauft habe. In Ingolstadt, wo der Musiker lebt, zeigen Menowin-Unterstützer ebenfalls ihre Solidarität: Die 27-jährige Nageldesignerin Denise Lemic hat für Sonntag eine Veranstaltung im Take Off auf die Beine gestellt. Die Disko kennt der Sänger: Hier wollte er sich vor einigen Wochen mit einem kleinen Konzert für einen miesen Auftritt bei DSDS entschuldigen …

DSDS: Freude und Tränen der Finalisten

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Blümchen erobert die Charts

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Mehrzad schon geschlagen

Ein Bohlen-Hit an der Spitze der Charts? Das wollen tausende Internet-Surfer verhindern: In Foren und sozialen Netzwerken stehen Aufrufe, statt Mehrzads Sieger-Titel Don’t Believe, der von DSDS-Juror Dieter Bohlen stammt, wieder eine uralt-Nummern herunterzuladen: Manche Gruppen wollen mit Led Zeppelins Stairway to heaven (1971) Mehrzad den Spitzenplatz vermiesen, andere klickten lieber Boomerang von Jamsin Wagner alias Blümchen, die in den 1990er-Jahren mit buntem Pop-Gequietsche Karriere machte. Boomerang landete 1996 auf Platz 11 der Deutschen Single-Charts, kein Blümchen-Hit schaffte es je an die Spitze. Der Boykott wirkt: Bei der Amazon-Hitliste im Internet stand Boomerang am Donnerstag um 16 Uhr auf Platz 3 – Mehrzad auf Platz 2. Led Zeppelin hat es tatsächlich an die Spitze geschafft!

Kampf um TV-Auftritt

In der Bild hat Menowin am Donnerstag noch groß verkündet, am Freitag bei der Oliver Pocher Show auftreten zu wollen: „Ich will durchstarten und weiß, dass meine Fans mich sehen wollen. Olli ist ein cooler Typ, den fand ich früher schon witzig.“ Und Pocher frohlockte: „Es ist schon alles in trockenen Tüchern!“ Doch so einfach war es dann doch nicht: Der Comedian sendet auf Sat.1, die DSDS-Kandidaten sind aber vertraglich an RTL gebunden. Laut Bild droht Menowin bei einem Sat.1-Auftritt eine Strafe von bis zu 250000 Euro.

Prompt kam das Dementi von Menowins Manager, Volker Neumüller: „Ich kann verstehen, dass Oliver Pocher gerne mehr Zuschauer hätte“, stichelte er, „doch für Menowin macht ein Auftritt derzeit keinen Sinn, da er noch keine Single am Start hat.“ Sat.1 machte die Verwirrung perfekt: Dort gehen die Verantwortlichen weiter davon aus, dass der zweite DSDS-Sieger kommt und sogar ein Duett mit Pocher singt. Einfach etwas Chaos verursachen: Auch das ist eine Möglichkeit, Menowin und die quotenschwache Pocher-Show ins Rampenlicht zu rücken.

EH

Oliver Pochers fieseste Sprüche

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