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Jan Delay erhielt zwei Echo-Auszeichnungen.

Musik-Stars in Berlin: Die Sieger des Echo 2010

Berlin - Olli ehrte Robbie. Eine gewisse Uschi Blum trat auf. Rihanna tanzte mit Robotern, und die Abräumerin der 19. Echo-Verleihung tauchte erst gar nicht in Berlin auf.

Lady Gaga räumte in Abwesenheit gleich drei Trophäen ab. Die 23 Jahre alte Amerikanerin wurde als Newcomer, als beste internationale Künstlerin Rock/Pop und mit “Poker Face“ für den Hit des Jahres ausgezeichnet.

Die Bilder der Show

Echo 2010 - Die besten Bilder der Show

Die Gewinner:

- Künstler International Rock/Pop: Robbie Williams

- Künstlerin International Rock/Pop: Lady Gaga

- Künstler National Rock/Pop: Xavier Naidoo

- Künstlerin National Rock/Pop: Cassandra Steen

- Gruppe National Rock/Pop: Silbermond

- Gruppe International Rock/Pop: Depeche Mode

- Künstler/Deutschsprachiger Schlager: Andrea Berg

- Volkstümliche Musik: Kastelruther Spatzen

- Hip-Hop/Urban: Jan Delay

- Rock/Alternativ/Heavy Metal National: Rammstein

- Rock/Alternativ/Heavy Metal International: Green Day

- Album des Jahres National/International: Peter Fox - “Stadtaffe“

- Erfolgreichster Newcomer/National: The Baseballs

- Erfolgreichster Newcomer/International: Lady Gaga

- Hit des Jahres National/International: Lady Gaga - “Poker Face“

- Beste DVD-Produktion National: Helene Fischer - “Zaubermond Live“

- Bester Live-Act National: Silbermond

- Bestes Video National: Sido - “Hey Du“ 

- Kritikerpreis national: Jan Delay - “Wir Kinder vom Bahnhof Soul“

- Lebenswerk: Peter Maffay

- Sonderpreis: Ehren-Echo für soziales Engagement für Rea Garvey (Reamonn)

Robbie Williams war dagegen zur Freude seiner Fans in der ARD-Show sehr präsent. Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn hielt die Rede für den Fußballfan, der - wie erwartet - bester internationaler Künstler in der Sparte Rock/Pop wurde. Es ist der siebte Echo für den Briten. Williams hatte seine Freundin Ayda Field nicht dabei und lud dafür seine Fans zum Flirt ein. Kahn fand, der Sänger sei ein “echter Titan“. Der bedankte sich mit dem Hauptstadt-Schmeichler “Ich bin ein Berliner“. Echos für Silbermond, Jan Delay, Xavier Naidoo und Peter Fox Silbermond machte als deutsche Popband und beim besten Liveauftritt das Rennen. In der Sparte Rock/Pop-Künstler national wurden Xavier Naidoo (“Alles kann besser werden“) und Cassandra Steen (“Stadt“) zu den Siegern gekürt. Die beiden Hamburger Hutträger Jan Delay (in pink) und Udo Lindenberg parodierten sich gegenseitig. Delay durfte sich über zwei Trophäen freuen: in der Hip-Hop-Sparte und beim Kritikerpreis. Der gleich fünfmal nominierte Berliner Peter Fox konnte sich nur einmal durchsetzen. Sein “Stadtaffe“ wurde - bei starker Konkurrenz - bestes Album des Jahres. “Ich höre nicht auf, Musik zu machen“, sagte Fox, der nach seiner Solokarriere wieder mit der Band Seeed spielt. Depeche Mode, die auch im Publikum saßen, wurden zur besten internationalen Rock/Pop-Band gewählt. Rammstein und Green Day gewannen in der Sparte Rock/Alternative. Sido (“Hey Du“) nahm eine Trophäe für das beste Video mit nach Hause und bedankte sich in Rapper-Manier mit dem Stinkefinger. Die Laudatio hielt Oliver Pocher, der Anspielungen auf eine Klage machte, die zwischen seiner Freundin Sandy Meyer-Wölden und Sido läuft. Die Berliner Retro-Kombo The Baseballs wurde als nationaler Newcomer geehrt. “Ich habe Beruhigungstabletten genommen“ Andrea Berg fand ihren Preis als beste Schlagersängerin “richtig geil“. Ein Highlight: Nachwuchsstar Uschi Blum (angeblich Jahrgang 1968) trällerte nach der Laudatio den alten Dschingis-Khan-Hit “Moskau“. Sie/Er gab zu: “Ich habe Beruhigungstabletten genommen.“ Peter Maffay wurde von Nena für sein Lebenswerk geehrt, woraufhin Maffay zu ihr sagte: “Ich hab' dich lieb“.

Im Showprogramm gab es ein Michael-Jackson-Tribute. Außerdem traten die mittlerweile 51 Jahre alte Sade, Ich + Ich, Newcomerin Kesha sowie die Band Gossip auf - wobei deren füllige Beth Ditto ein für ihre Verhältnisse braves Kleid trug. Rihanna zog mit einem grünen Hosenanzug und tiefem Ausschnitt alle Blicke auf sich.

Der Echo, der von der Deutschen Phono-Akademie vergeben wird, hat mehr als 20 Kategorien und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Musikbranche. Er orientiert sich an den Chart- Erfolgen. Deswegen führte wohl auch kein Weg an Lady Gaga vorbei, deren Trophäen erst nach der dreistündigen Sendung in der Messe Berlin bekannt wurden.

Moderatoren der diesmal etwas kleiner gehaltenen Show waren erstmals (und nicht ganz pannenfrei) Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich - das Duo aus “Unser Star für Oslo“.

Trotz großem Staraufgebot machte das Quotenrennen an diesem Abend ein ganz anderer: der ZDF-“Bergdoktor“. Der Echo war mit 3,42 Millionen Zuschauer erfolgreicher als 2009 und landete auf Platz drei - vor den ProSieben-“Topmodels“, die aber die stärkste Quote beim jüngeren Publikum hatten.

dpa

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