Eddie Leo zur "Deutschen Stimme 2003" gekürt

- Köln - Mit roten Luftballonherzen, selbst gebastelten Sternen und bunt bemalten Transparenten ausgerüstet, waren die Fans von Marco, Eddie und Sina zum Finale gereist. Verteilt auf drei Blöcke saßen sie gespannt und allzeit zum Jubeln bereit im Studio 36 im Kölner Coloneum und warteten auf die Auftritte ihrer Idole. Anlass ihres Studiobesuchs: Das Finale der ZDF-Fernsehshow "Die Deutsche Stimme 2003". Drei Gesangstalente traten gegeneinander an - am Ende konnte sich Eddie Leo Schruff aus Köln über den Sieg und einen Plattenvertrag freuen.

<P>"Ich bin überwältigt, entspannt und sehr zufrieden", sagte der 31-Jährige nach der Sendung. "Ich freue mich, jetzt erst einmal nur Musik zu machen." Der Sportlehrer wurde zuvor von den Fernsehzuschauern per Telefonabstimmung mit 43,1 Prozent zum besten Sänger gekürt. Marco Matias (28) aus Solingen landete mit 39,7 Prozent der Stimmen auf Platz zwei. Die dritte Finalistin, Sina Brandt (26) aus Hohenlockstedt in Schleswig-Holstein, erhielt 17,2 Prozent. 3,82 Millionen Zuschauer (12,0 Prozent) verfolgten das Finale im TV.</P><P>"Enttäuscht bin ich gar nicht", sagt die Sängerin. "Eher sogar froh, weil ich als Siegerin Angst hätte, die Erwartungen nicht zu erfüllen." Auch der Zweitplatzierte Matias zeigte sich zufrieden: "Ich bin viel weiter gekommen, als ich gedacht hätte", sagt der Student.</P><P>Die drei Kandidaten hatten es von rund 3500 Bewerbern über mehrere Auswahlverfahren und Gesangscastings bis zur ZDF-Show geschafft. Sie gehören zu den besten Neun, die sich in sieben Live-Sendungen vor einer Jury und den Fernsehzuschauern bewähren mussten. Der Unterschied zu anderen Gesangsshows wie "Deutschland sucht den Superstar" besteht darin, dass ausschließlich deutschsprachige Lieder gesungen wurden. Pro Sendung schied per TED-Verfahren ein Kandidat aus. Im Finale am Donnerstag konnten schließlich Schruff, Matias und Brandt noch einmal mit je zwei Liedern ihr Können unter Beweis stellen.</P><P>Gewinner Schruff interpretierte im Finale Udo Jürgens Klassiker "Ich war noch niemals in New York" und den Werbehit "Merci" von Stefan Oberhoff. Marco Matias, gebürtiger Portugiese, sang "Ohne Dich" von der Band Münchner Freiheit sowie "Wenn es Liebe ist" von Glashaus. Mit Gitte Hennings Schlager "Ich will alles" und dem Popsong "Engel" von Ben versuchte Sina Brandt die Herzen der Zuschauer zu erobern. Wegen einer starken Erkältung schlichen sich in ihrer Präsentation jedoch einige stimmliche Schwächen ein.</P><P>Schruff bewies professionelle Bühnenerfahrung und Showtalent durch eine selbstbewusste Präsentation der Songs und das Einbeziehen des Publikums, das begeistert mitmachte. "Er ist ein hoch begabter Künstler", sagte Ralph Siegel nach der Show. "Er hat seine Chance genutzt, und das Publikum hat sein Talent honoriert".</P><P>Der Schlagerkomponist saß neben Jule Neigel, Oli P. und Stephanie Tücking in der Fachjury, die in beratender Funktion die Auftritte der Kandidaten kommentierte. Dem Gewinner winkt nun ein Plattenverlag von BMG-Ariola. Aber auch die beiden anderen Kandidaten bekommen nach eigenen Angaben die Möglichkeit, ein Album aufzunehmen. "Ich weiß nicht, wie die Zukunft aussieht, aber ich freu mich sehr darauf", sagte Schruff.</P>

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