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Peter Fox

Einziger Doppelsieg für Peter Fox beim Comet

Oberhausen -­ In letzter Sekunde ist der Berliner Sänger Peter Fox bei der 14. Comet-Verleihung in Oberhausen noch zum Gewinner des Abends geworden. Erst während der rund zweieinhalbstündigen Show stimmte das Publikum über das beste Musikvideo ab.

Am Ende gingen die meisten Anrufe für Peter Fox' Hit “Alles neu“ ein. Außerdem hatten die für den Musikpreis Comet nominierten Künstler den Berliner zum “Star der Stars“ gewählt. Als einziger Musiker konnte er in diesem Jahr zwei der vom Musiksender VIVA vergebenen Auszeichnungen abräumen, nahm die kugelförmigen Trophäen aber nicht persönlich entgegen. In seiner Videobotschaft steckte Peter Fox in einem Affenkostüm, das auf sein Album “Stadtaffe“ anspielt, und bedankte sich mit Händen und Füßen.

Sarah Connor und Mark Medlock entschieden die Königsklassen beste Künstlerin und bester Künstler unter den neun Preiskategorien für sich. Die Sängerin kam in einem hautengen schwarzen Outfit mit kniehohen Stiefeln auf die Bühne. “Ihr habt mir den Glauben in die Treue wiedergegeben - in die Treue der Fans“, sagte Connor, deren Ehe mit dem Musiker Marc Terenzi in die Brüche gegangenen ist. Zum dritten Mal konnte sich die 28-Jährige nach 2005 und 2007 die rot- transparente Kugel als beste Künstlerin abholen.

Obwohl sich Sarah Connor für das “ganz besondere Geschenk“ bedankte, war ihr kaum Freude anzumerken. Sie wirkte zurückhaltend und fast abwesend. Mark Medlock dagegen brüllte seine Freude ins Publikum, als er den Comet in der Arena in den Händen hielt. Auf seine liebevoll gemeinten Schimpfwörter im hessischen Dialekt verzichtete der Sänger. Der Gewinner von “Deutschland sucht den Superstar“ wurde schon im vergangenen Jahr als bester Newcomer ausgezeichnet.

Auch die Castingstars Monrose als beste Band und Stefanie Heinzmann als bester Liveact holten einen Comet und überboten sich in Bescheidenheit. “Damit habe ich echt nicht gerechnet“, sagte Heinzmann. Die kleine Schweizerin in weiten Jeans und schwarzem T- Shirt bewies ihre Bühnenqualitäten gleich mit ihrer Coverversion von Metallicas “The Unforgiven“. “Wir waren ganz sicher, dass wir den Preis nicht gewinnen“, beteuerten auch die Mädchen von Monrose als sie den Comet abholten und am längsten für die Auszeichnung dankten.

Deutlich überzeugter kommentierte der Rapper Sido seinen Sieg in der Kategorie bester Song: “Ich habe den Preis verdient.“ Der Berliner stand mit Sonnenbrille und grauem Hut auf der Bühne und erklärte: “So schwer ist es nicht, hier oben zu stehen. Ich bin nicht schlau und auch kein besonderer Mensch.“ Insgesamt acht Comet- Gewinner durften die VIVA-Zuschauer im Internet und per Telefon bestimmen. So überraschte als bester Durchstarter die Nachwuchsband Aloha from Hell, deren Sängerin sich mit überschlagender Stimme bedankte. “Ich kannte euch bis heute gar nicht“, stichelte Moderator Oliver Pocher, der im grauen Anzug und mit flapsigen Bemerkungen durch die Verleihung führte.

Ein heimliches Abonnement auf den Preis scheint die Band Tokio Hotel zu haben, die sich als bester Onlinestar schon den zehnten Comet ins Regal stellen kann. Dass die vier Magdeburger die Trophäe nicht wie in den vorigen Jahren persönlich abholten, sorgte bei einigen Fans in Oberhausen für Tränen. In einem Video erklärte Tokio- Hotel-Sänger Bill Kaulitz, dass die Band im Studio am neuen Album arbeite. Damit stehen die Chancen nicht schlecht, dass die umschwärmten Musiker im nächsten Jahr weitere Comet-Preise holen.

 Von Christina Quast, dpa

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