+
Elyas M'Barek hat bereits oft Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht. 

Promistatus schützt ihn nicht

Elyas M'Barek: Habe Fremdenfeindlichkeit oft erlebt

München - Er ist ein gefeierter Filmstar, aber dennoch nicht vor Diskriminierung geschützt: Elyas M'Barek. Jetzt verriet er in einem Interview, wie er mit Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen hat. 

Kinostar Elyas M'Barek (34/"Fack Ju Göhte") hatte oft mit Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. "Das habe ich in meiner Jugend oft erlebt", sagte er im Interview des "Münchner Merkur" und der "tz". "Das passiert auch heute noch."

Aufgrund seiner Prominenz seien die Vorfälle inzwischen aber weniger geworden. "Es ist schade, dass es diese Ewiggestrigen gibt, die nicht damit klarkommen, dass dieses Land sich verändert hat und nicht mehr so aussieht wie zu Beginn des letzten Jahrhunderts."

M'Barek, der tunesische und österreichische Wurzeln hat und in München geboren wurde, ist vom 3. November an in der Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" von Regisseur Simon Verhoeven zu sehen. Er spielt darin einen jungen Arzt, der ein flammendes Plädoyer für ein offenes Deutschland und deutsche Werte hält.

"Was meine Figur hier sagt, kann ich voll unterschreiben", sagte M'Barek im Zeitungsinterview. "Viele Menschen sind so wie ich hier in Deutschland geboren und aufgewachsen. Die mögen nicht wie typische Deutsche aussehen, aber sie verstehen sich als solche und möchten so wahrgenommen werden. Deutschland ist deren Heimat und Lebensmittelpunkt. Warum soll so jemand also nicht zu deutschen Werten stehen?"

Auch Comedian Simon Pearce erlebt Fremdenfeindlichkeit

Der gebürtige Münchner Simon Pearce ist Sohn der bayerischen Volksschauspielerin Christiane Blumhoff und eines Nigerianers. Im August 2015 ist der Comedian am Münchner Ostbahnhof geschlagen und als "Drecksneger" beschimpft worden. Er hat eine wichtige Botschaft an alle Münchner, die glauben, in einer toleranten Stadt zu leben. Lesen Sie seinen viel beachteten Gastbeitrag unseres Partnerportals tz.de.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei Festnahmen nach gewaltsamem Tod von "Lambada"-Sängerin
Rio de Janeiro - Nur wenige Stunden nachdem die verkohlte Leiche von Sängerin Loalwa Braz Vieira (“Lambada“) aufgefunden wurde, gab es erste Festnahmen. Es soll ein …
Drei Festnahmen nach gewaltsamem Tod von "Lambada"-Sängerin
Fräulein Menke muss das Dschungelcamp verlassen
Elf Teilnehmer sind jetzt noch im Urwaldlager in Ost-Australien. Sie spielen noch bis zum 28. Januar um den Titel des "Dschungelkönigs".
Fräulein Menke muss das Dschungelcamp verlassen
„Lambada“-Sängerin tot: Wurde sie ermordet?
Rio de Janeiro - Die brasilianische Sängerin des Welthits „Lambada“, Loalwa Braz Vieira (63), ist tot aufgefunden worden. Im ausgebrannten Auto lag ihre verkohlte Leiche.
„Lambada“-Sängerin tot: Wurde sie ermordet?
Heftiger Shitstorm für Bayern-Spielerfrau wegen Sarah Lombardi
Berlin - Die schlechte Außenwirkung von Sarah Lombardi scheint abzufärben. Wegen eines Selfies mit der 23-Jährigen muss sich jetzt eine Bayern-Spielerfrau viele …
Heftiger Shitstorm für Bayern-Spielerfrau wegen Sarah Lombardi

Kommentare