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Emma Stone bei der Premiere von "La La Land" in London.

Der „La La Land“-Star im Interview

Emma Stone: „Manchmal bin ich ein absolutes A...loch“

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Los Angeles - Wie ihre Rolle in „La La Land“ musste auch Emma Stone (28) sich anfangs mit Aushilfs-Jobs durchschlagen. Im Interview verrät die Golden-Globe-Gewinnerin auch, ob ihre steile Karriere sie verändert hat.

Sie spielen in „La La Land“ eine erfolglose Schauspielerin, die anstatt Filme zu drehen, auf dem Studiogelände in der Kantine arbeitet. Kommt Ihnen das bekannt vor?

ES: Das kennen wahrscheinlich alle Nachwuchsschauspieler, die nach Hollywood kommen, um Karriere machen. Und ich natürlich auch. Ich war 15, als ich mit meiner Mutter aus Arizona nach Los Angeles gezogen bin. Doch die Agentur hatte Probleme mit mir, weil ich nicht der typische blonde Cheerleader-Typ war. Ich fühlte mich schon abgelehnt, ehe ich mein Talent überhaupt beweisen konnte.

„Ich fühlte mich total am Boden“

Was haben Sie gemacht?

ES: Ich musste Geld verdienen. Ich habe als Verkäuferin in einer Hundekuchen-Bäckerei gearbeitet. Dort haben die reichen Beverly Hills-Frauen sündhaft teure Leckerlis für ihre Schoßhündchen gekauft. Ich fühlte mich total am Boden. Zum Glück habe ich dann doch kleinere Gastrollen in TV-Serien bekommen und danach meine erste Kinorolle in „Superbad“.

Haben Sie in der Anfangsphase Hollywood verflucht?

ES: Ich hatte mal eine sehr nostalgische Phase, als meine besten Freundinnen ihren College-Abschluss gemacht haben. Ich hatte mir als Teenie immer ausgemalt, mit ihnen auf die Uni zu gehen. Diese diese Chance habe ich verpasst. Und jetzt? Da muss ich mich dafür glücklich schätzen, meinen Traum zu leben. Den hätte ich mir nie erfüllen können, wäre ich in Arizona geblieben.

Karriere oder Liebe?

Im Film entscheiden Sie sich gegen die Liebe und für die Karriere. Wurden Sie auch schon einmal vor diese Wahl gestellt?

ES: Nein, bislang Gott sei Dank nicht. Ich bin jemand, der versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Zumindest auf lange Sicht. Ich bilde mir einfach ein, dass Liebe mit dem zu vereinbaren ist, was ich liebe (lächelt).

„La La Land“ ist eine Hommage an Los Angeles. Wie ist ihr Verhältnis zur Stadt?

ES: Los Angeles ist gefühlsmäßig mein Zuhause, weil viele Leute, die ich liebe, hier leben. Ich bin zwar mit 20 nach New York gezogen, habe aber den Großteil der letzten zwei Jahre in LA verbracht. Die Stadt hat es mir angetan.

„Ich mag es, im Stau zu stehen“

Trotz des schlimmen Verkehrs, über den alle so schimpfen?

ES: Sie werden lachen, ich mag es, im Stau zu stehen. Ganz allein in meinem Auto zu sein, isoliert von der Aussenwelt. Ich kann meine Musik hören und einfach in Ruhe nachdenken. Ich brauche das sogar.

Aus dem 15-jährigen Mädchen, das keine Audition bekommen hat, ist inzwischen ein Weltstar geworden. Wie sehr haben Sie sich in den 13 Jahren verändert?

ES: Ich hoffe, ich verhalte mich nicht anders als früher. Ich nehme mich noch immer selbst nicht so ernst. Ich habe schon immer versucht, die zu bleiben, die ich bin. Und manchmal bin ich ein absolutes Arschloch. Aber das hat nichts mit Ruhm zu tun (lacht).

Bilder: Eröffnung des 73. Internationalen Filmfestivals Venedig

Dierk Sindermann

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