Ende einer Ära: Letztes a-ha-Konzert in Deutschland

Berlin - Sie waren Teenie-Idole der 80er: Mit der angekündigten Auflösung der norwegischen Band a-ha geht eine Pop-Ära zu Ende. 25 Jahre nach ihrem Durchbruch traten die Norweger ein letztes Mal in Deutschland auf.

Sie waren die letzten, die a-ha live in Deutschland erleben konnten: Etwa 12 500 Fans haben die norwegische Popband auf ihrem Abschiedskonzert am Freitagabend in Berlin gefeiert. Mit viel Applaus und lauten Pfiffen umjubelten die Besucher der ausverkauften O2 World Arena das Trio um Sänger Morten Harket. Der Frauenschwarm begrüßte sein Publikum im lässig aufgeknöpften Hemd und mit dunkler Sonnenbrille mit einem der ersten Banderfolge: “The Sun Always Shines On TV“. Das dazugehörige Album “Hunting High And Low“ hatte die Norweger vor 25 Jahren international bekanntgemacht.

Magne Furuholmen dankte seinen Fans für jahrzehntelange Treue. “Wir haben unser Leben 25 Jahre lang miteinander geteilt“, sagte er sichtlich ergriffen. “Deutschland war extrem wichtig für uns.“ Die angekündigte Auflösung der Band, die in den 80ern ihre größten Erfolge feierte, war ständig zu spüren. Songtexte wie “Stay, Don't Just Walk Away“ oder Titel wie “Crying In The Rain“ bekamen auf dem Abschiedskonzert eine tiefere Bedeutung. Einige Fans der ersten Stunde, heute zumeist mittleren Alters, lagen sich in den Armen. Manche ließen Luftballons steigen, andere konnten auch die eine oder andere Träne nicht zurückhalten.

In einem digitalen Fotoalbum zeigte die Band während einer Spielpause die Höhepunkte ihrer Karriere. Nach einer a-ha-Welle in den 80ern wurde es in den 90er Jahren eher still um die Norweger. Erst mit “Summer Moved On“ hatte das Pop-Trio ein Comeback. Auch der Titel “Minor Earth, Major Sky“ von dem gleichnamigen Album wurde ein Erfolg. Im vergangenen Jahr gab das Trio noch vor seiner Europatournee die geplante Auflösung bekannt. Nach mehr als 80 Millionen verkauften Tonträgern und neun Studioalben soll Schluss sein.

dpa

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