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Erfolgreicher "kleiner Bruder": Matt Damon wird 40

New York - So vielseitig wie er sind wenige Schauspieler. Dutzende Rollen hat Matt Damon schon ausgefüllt und sich in die erste Garde Hollywoods hochgespielt. Jetzt feiert der junge Star seinen 40. Geburtstag.

Der Mann wird gerade 40 und scheint schon alles gespielt zu haben: Agenten, Verbrecher, Regierungsmitarbeiter, Anwälte, einen Taschendieb und ein Wunderkind, immer wieder Soldaten in unterschiedlichster Form, Sportler, Geschäftsmänner und sogar Engel. Matt Damon gehört zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods und auch zu den produktivsten. Am Freitag (8. Oktober) wird er 40.

Damon hat sich Schritt für Schritt emporgearbeitet - allerdings mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. In wohlhabenden Verhältnissen in dem durch die Harvard-Universität bekannten Bostoner Vorort Cambridge aufgewachsen, spielte er schon mit acht Jahren im Schülertheater. Zwei Jahre später lernte er seinen entfernten Cousin Benjamin kennen, der sein bester Freund werden sollte. Beide beschlossen, Schauspieler zu werden und sich gegenseitig zu unterstützen.

Benjamin besorgte ihm auch einen Vorsprechtermin bei einer Schauspieleragentur. Mit kleineren Rollen finanzierte Damon sein Harvard-Studium, doch wegen eines Filmes brach er es ab: In “Geronimo - Eine Legende“ spielte er das erste Mal einen Soldaten, hier jung, etwas naiv, aber ehrlich und aufrecht. Drei Jahre später, 1996, sah der von ihm gespielte Golfkriegs-Veteran ganz anders aus, zerrissen von dem Erlebten. Um den Drogensüchtigen zu spielen, verlor Damon mit Sport und Diät, aber auch Kaffee und Zigaretten fast 20 Kilo. Die Vorstellung brachte ihm seine erste Hauptrolle ein: In “Der Regenmacher“ nach John Grisham spielt er einen jungen Anwalt, der es mit einer Versicherung und deren Anwälten aufnimmt.

Der große Wurf kam noch im gleichen Jahr: Matt und Benjamin verkauften ein Drehbuch und machten auch gleich in dem Film mit: Damon spielte dabei die Hauptrolle des ungehobelten Mathematikgenies Will Hunting, Robin Williams die des einfühlsamen Psychologen Sean Maguire, der den als Kind misshandelten Hunting auf den rechten Weg bringen will. “Good Will Hunting“ begeisterte in den Feuilletons ebenso wie an der Kinokasse. Die beiden jungen Drehbuchautoren Benjamin und Matt gewannen erst den Golden Globe und schließlich den Oscar und wurden endgültig zu den Hollywoodstars Matt Damon und Ben Affleck.

Während Affleck rasend schnell aufstieg (“Armageddon“, “Pearl Harbor“), aber auch schnell wieder verlor, (“Paycheck“, “Jersey Girl“), war Damon beständiger. Und offenbar talentierter. Affleck gilt als Hollywood-Beau, immer gut für Actionfilme. Damon spielte Charakterrollen. Etwa als “talentierter Mr. Ripley“ nach Patricia Highsmith. Oder in den Politikthrillern “Syriana“ und “Der gute Hirte“. Aber auch für Kassenschlager war er gut wie als Taschendieb Linus in “Ocean's Eleven“ oder Agent in “Die Bourne-Identität“, jeweils mit zwei Nachfolgern. Seine Rolle in Martin Scorseses Mafiathriller “Departed - Unter Feinden“ betrachten viele als seine beste Vorstellung.

dpa

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