Ermittlungen gegen Dietrich Grönemeyer

- Bochum/Düsseldorf - Gegen den Medizin-Professor und Bestseller-Autor Dietrich Grönemeyer hat die Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue aufgenommen. Es gehe darum, ob einem öffentlich geförderten Forschungszentrum in Bochum unter anderem durch den Verkauf von Forschungsergebnissen ein Nachteil entstanden sei, bestätigte Staatsanwalt Bernd Bienioßek einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" am Freitag.

Der Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer und Bochumer Radiologe ließ den Untreueverdacht durch seinen Anwalt zurückweisen. Öffentliche Forschungsmittel seien nicht zweckwidrig verwendet worden, teilte die Kanzlei Wessing in Düsseldorf mit.<BR><BR>Die Ergebnisse des Forschungszentrum für Mikrotherapie (EFMT) in Bochum waren an das Unternehmen Dendron verkauft worden. Dietrich Grönemeyer war an beiden Gesellschaften beteiligt. Dendron war angesiedelt im Technologiezentrum an der Ruhruniversität, wurde an ein US-Unternehmen verkauft und ist Ende 2004 geschlossen worden. EFMT soll durch den Verkauf der Forschungsergebnisse an Dendron geschwächt worden sein. Die Staatsanwaltschaft ließ nach der DendronSchließung vorsichtshalber Unterlagen bei Grönemeyer beschlagnahmen.<BR><BR>Bei der Auswertung der Unterlagen werde zweifelsfrei festgestellt werden, dass Zahlungen im Ergebnis nicht zu Lasten öffentlicher Forschungsmittel, sondern zu Lasten eines Privatunternehmens gegangen seien, dessen Mehrheitsgesellschafter Dietrich Grönemeyer sei, teilte dessen Anwalt mit. Grönemeyer steht mit seinem neuesten Buch "Mein Rücken" seit Wochen in den Bestseller-Listen, nachdem bereits sein Buch "Mensch bleiben. High-Tech und Herz" ein Verkaufsschlager war. 

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