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Caroline Prinzessin von Hannover hat ihre geplante Zeugenaussage im Prozess gegen ihren Ehemann Ernst August vor dem Landgericht Hildesheim kurzfristig abgesagt.

Ernst-August-Prozess: Caroline kommt nicht nach Hildesheim

Hildesheim - Caroline Prinzessin von Hannover hat ihre geplante Zeugenaussage im Prozess gegen ihren Ehemann Ernst August vor dem Landgericht Hildesheim kurzfristig abgesagt.

Die Prinzessin habe durch den Staatsminister des Fürstentums Monaco mitteilen lassen, dass sie am Donnerstag nicht aussagen werde, teilte das Gericht am Montagabend in Hildesheim mit. Als Begründung habe der Minister eine vor längerer Zeit von der Prinzessin übernommene Verpflichtungen im Rahmen einer Auslandsreise genannt.

In einem Antwortschreiben an die Adelige habe der Vorsitzende der zuständigen Strafkammer seine Verwunderung über die Absage zum Ausdruck gebracht, erklärte das Gericht weiter. Der Vernehmungstermin sei mit den Verfahrensbeteiligten langfristig abgestimmt worden. Die Verteidigung von Prinz Ernst August habe den Termin vor der förmlichen Ladung ausdrücklich bestätigt. Die Kammer verlangte in dem Schreiben zudem Auskunft darüber, ob Caroline zu einem anderen Termin zur Aussage in Hildesheim bereit sei. Das Gericht lehnte es ab, die Prinzessin im Wege der Rechtshilfe in Monaco vernehmen zu lassen.

Eine nochmalige Vernehmung mache nur Sinn, wenn sich die Verfahrensbeteiligten einen persönlichen Eindruck von der Aussage verschaffen könnten. Caroline hatte bereits im von Ernst August angestrengten Wiederaufnahmeverfahren über die Auseinandersetzung berichtet, die ihr Ehemann im Jahr 2000 in Kenia mit dem Hotelier Josef Brunlehner hatte. Ihre Aussage hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass dem Wiederaufnahmeantrag stattgegeben wurde. Ernst August will Brunlehner seinerzeit lediglich zwei Ohrfeigen versetzt haben.

Wegen der Auseinandersetzung wurde er allerdings vom Landgericht Hannover wegen gefährlicher Körperverletzung zu 445.000 Euro Strafe verurteilt. In der Wiederholung des Prozesses vor dem Landgericht Hildesheim, die er im Wiederaufnahmeverfahren durchgesetzt hatte, will er eine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung erreichen.

ap

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