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Die Berlinale findet 2011 zum insgesamt 61. mal statt.

Iranischer Film gilt als Favorit unter den 16 Wettbewerbsbeiträgen

Erste Berlinale-Preise vergeben - Verleihung der Bären am Abend

Berlin - Wenige Stunden vor der Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären bei der Berlinale sind die Gewinner der Preise der unabhängigen Jurys sowie der Leser- und Publikumspreise bekannt gegeben worden.

Auch die Favoriten auf den Goldenen Bären, “Nader und Simin, eine Trennung“ des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, “Das Turiner Pferd“ von Béla Tarr und Andres Veiels “Wer wenn nicht wir“ waren unter den Gewinnern.

“Nader und Simin, eine Trennung“ erhielt den Preis für den besten Wettbewerbsfilm der Ökumenischen Jury und den Leserpreis der “Berliner Morgenpost“. “Das Turiner Pferd“ wurde vom internationalen Verband der Filmkritik zum besten Wettbewerbsfilm gekürt. Andres Veiels “Wer wenn nicht wir“ erhielt den Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater.

Fotos der 61. Berlinale

Gala zur 61. Berlinale

Den Panorama-Publikumspreis, der erstmals in diesem Jahr in zwei Kategorien verliehen wurde, bekam in der Kategorie Spielfilm “También la lluvia“ (“Even The Rain“) von Icíar Bollaín und in der Kategorie Dokumentarfilm “Im Himmel, Unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee“ von Britta Wauer. Den mit 5.000 Euro dotierten Berlinale-Preis der Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhielt der finnisch-litauische Film “Barzakh“. “Der Film beobachtet nicht aus der Distanz, sondern er schafft Nähe. Wer diesen Film sieht, ist in Tschetschenien“, hieß es zur Begründung. Der Friedensfilmpreis ging an “Morgen wird alles besser“ von Dorota Kedzierzawska. “Mit eindringlichen und poetischen Bildern erzählt die polnische Regisseurin Dorota Kedzierzawska dieses so bittere Märchen unserer heutigen Realität“, befand die Jury und: “Mit den Augen der Kinder entlarvt sie die harte Welt der Erwachsenen und der von ihnen gezogenen Grenzen. Und Pedya, der Sechsjährige, durchleuchtet die Welt - direkt ins Herz.“ 

Bester Kinder- und Jugendfilm aus Norwegen

Zudem wurden am Nachmittag die Gewinner der Gläsernen Bären für die besten Kinder- und Jugendfilme bekanntgegeben. Zum besten Spielfilm wurde “Der Liverpool-Torwart“ von Arild Andresen aus Norwegen gekürt, zum besten Kurzfilm “Lily“ von Kasimir Burgess aus Australien. Darüber hinaus konnte sich Dorota Kedzierzawska über einen weiteren Preis für “Morgen wird alles besser“ freuen. Sie bekam den Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerks, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Der Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks für den besten Kurzfilm ging an “Land der Helden“ von Sahim Omar Kalifa.

Bereits am Freitagabend waren die Teddy Awards vergeben worden. Als bester lesbisch-schwuler Spielfilm der 61. Berlinale wurde “Ausente“ (“Absent“) des Argentiniers Marco Berger ausgezeichnet. Die Französin Marie Losier erhielt für “The Ballad of Genesis and Lady Jaye“ den Teddy für den besten Dokumentarfilm. Der Spezialpreis der Jury ging an den französischen Spielfilm “Tomboy“ von Céline Sciamma.

dapd

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