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Ralph Siegel tritt 2017 wieder mit Valentina Monetta für San Marino beim ESC an.

Produzent wieder mit Valentina dabei

Siegel erklärt: Darum trete ich zum 25. Mal beim ESC an

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New York - In diesem Jahr tritt Ralph Siegel zum 25. Mal beim Eurovision Song Contest (ESC) an - alleine zum sechsten Mal mit San Marino. Doch was reizt den Schlagerkomponisten noch an dem Wettbewerb?

Er macht seinem Namen Mister Grand Prix wirklich alle Ehre: zum 25. Mal ist Ralph Siegel (71) jetzt beim Eurovision Song Contest dabei. Am 13. Mai schickt er das Duo Valentina ­Monetta und Jimmy Wilson ins musikalische Rennen nach Kiew – unter der Flagge von San Marino. Für den Zwergstaat startet Siegel damit bereits zum sechsten Mal. 

14 Mal war er insgesamt für Deutschland dabei, den Vorentscheid von 2015 nicht mitgerechnet. Sein größter Coup: natürlich „Ein bisschen Frieden“, mit dem sich Nicole 1982 in die Herzen der Zuschauer sang. Noch dreimal gelingt es Siegel mit seinen Kompositionen unter die Top drei – doch dann lässt der Erfolg nach, ­außer 2010, als er Lena entdeckt und produziert. Trotzdem: Siegel gibt nicht auf.

Siegel bei ESC: „Es ist einfach mein Traum“

Die Frage nach dem Warum ist für Ralph Siegel, der die deutsche Kandidatin Levina nicht zum Grand Prix geschickt hätte, gleich beantwortet: „Weil man seinen Song auf einen Schlag 200 Millionen Menschen präsentieren kann.“ Doch auch weil er den deutschen Schlager wieder nach vorne bringen will, weil er gute Leute fördern will – und klar, „weil es einfach mein Traum ist“.

Der Traum vom Eurovision Song Contest. Eigentlich wollte der 71-Jährige dieses Jahr nicht mitspielen. Aber – es sind ihm halt zwischendurch richtig schöne Duette eingefallen. Die deutsche Jury „hat natürlich alles abgelehnt, wie immer“, so Siegel. „Dann rief San Marino an, ob denn der Münchner nicht was für sie hätte.“

Er hatte. „Unter einer Bedingung: ich wollte meine Valentina wieder dabei haben.“ Valentina ­Monetta (42), gebürtig aus dem italienischen Zwergstaat, trat bereits 2012, 2013 und 2014 mit Siegel für ihre Heimat an. Mit bescheidenem Erfolg: nur 2014 schafften sie es ins Finale, die ersten beiden Jahre blieb es beim Halbfinale.

Siegels neuer Song für den ESC feiert die Liebe

Ein Grund mehr, sich anzustrengen. „Spirit of the Night“ heißt der diesjährige Song aus der Feder Siegels – ein mitreißender Popsong mit Jazzharmonien. Ein Song, der die Liebe feiert: Sänger und Schauspieler ­Jimmy Wilson sucht und findet im Nachtleben eine wunderschöne Frau, Valentina. Die beiden sehen sich, flirten, tanzen – und finden sich am Ende. Das Video, kürzlich gedreht im Münchner Szeneclub P 1, haben sich bereits 150.000 Leute angesehen, so Siegel, der „sehr glücklich“ ist mit dem Ergebnis. „Wir mussten ja alles heimlich produzieren. Vor der fixen Entscheidung sagt man ja nichts.“

Und trotzdem macht er es erneut, steckt Arbeit, Zeit und Geld in so ein ESC-Projekt: „Es juckt mich einfach immer wieder“, gesteht Ralph Siegel am Telefon, als ihn die tz in seinem New Yorker Hotelzimmer aus dem Schlaf reißt. Dort, im Big Apple ist er in großer Mission unterwegs: Für sein Musical über den Grafen Zeppelin sucht er Inspirationen, Mitwirkende, Künstler. Tage- und nächtelang saß er in den letzten Monaten in seinem Studio in seiner Grünwalder Villa, sein ganzes Herzblut legt er in das Musical. Ende Mai stellt er es Produzenten aus der ganzen Welt vor.

Dazwischen passt noch ein ESC in Kiew. „Wir sind am 11. Mai dran. Dann müssen wir uns fürs Finale qualifizieren.“ Weiter will Siegel nicht schauen. Und wenn es nicht klappen sollte? Würde er wieder antreten? „Wie gesagt, es juckt mich halt immer wieder...“

Informationen zum ESC 2017

Der ESC-Song der deutschen Kandidatin Levina „Perfect Life“ erinnert viele Musikfans an einen anderen, sehr erfolgreichen Titel. Wir haben bereits zusammengefasst, welche Länder mit welchen Liedern beim ESC 2017 in Kiew antreten.

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