ESC: Schwedische Favoritin Loreen im Finale

Baku - Das Starterfeld für das Grand-Prix-Finale in Baku steht. Die mystisch-düstere Loreen aus Schweden tritt mit den russischen Trachten-Omis Buranowskije Babuschki im Kampf um die europäische Musikkrone an.

Geballte Frauenpower gegen den deutschen Sänger Roman Lob (21) beim Eurovision Song Contest: Zwölf Solo-Sängerinnen stehen im großen Finale - und bei drei Musikgruppen geben Frauen den Ton an. Beim zweiten Halbfinale am Donnerstagabend konnten sich die favorisierten Interpretinnen durchsetzen: Die Top-Favoritin Loreen aus Schweden, die mazedonische Diva Kaliopi und die Ukrainerin Gaitana mit ihrer Fußballhymne sicherten sich Tickets für die große Samstagabendshow mit 26 Teilnehmern.

Eurovision Song Contest 2012: Sie singen im Finale

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Doch auch der hochgehandelte estnische Sänger Ott Leplan qualifizierte sich mit seiner Orhwurm-Ballade „Kuula“ (Höre). Außerdem im Finale dabei sind Bosnien-Herzegowina, Litauen, Malta, Norwegen, Serbien und die Türkei.

Im zweiten Halbfinale hatten sich 18 Länder um die verbliebenen zehn Finalplätze beworben. Diesmal durften auch die Fans in Deutschland mit abstimmen.

Beim Finale am Samstagabend treten zwölf Solosängerinnen, neun Männer und fünf Gruppen beziehungsweise Duos an. Damit ist der deutsche Teilnehmer Roman Lob als Solo-Mann mit der Startnummer 20 in der Minderheit - dafür rahmen zwei Männer den Wettbewerb ein: Der Brite Engelbert Humperdinck eröffnet den Song Contest und Pasha Parfeny aus Moldau darf als letzter der 26 Finalisten ran.

Dagegen scheiterten im zweiten Halbfinale Weißrussland, Bulgarien, Portugal, Georgien, die Niederlande, die Slowakei, Kroatien sowie Slowenien.

Top-Favoritin - nicht nur für das Halbfinale, sondern auch im gesamten Feld der ursprünglich 42 ESC-Starter - ist die Schwedin Loreen. Schwarzhaarig und mit dem mystischen Popsong „Euphoria“ hat sie sich bei diversen Buchmachern eine Spitzenposition erarbeitet. Die dunkelhäutige Ukrainerin Gaitana gehört ebenso zum erweiterten Favoritenkreis - passend zur Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und Polen im Juni präsentiert sie den stadiontauglichen Popkracher „Be My Guest“.

In der Abstimmpause traten die Grand-Prix-Sieger der vergangenen Jahre auf, darunter auch Lena, die bei dem mit traditionellen aserbaidschanischen Instrumenten gespielten Medley der Songs von Dima Bilan (Russland), Alexander Rybak (Norwegen) und Marija ¦erifovic (Serbien) am schlechtesten wegkam.

Im ersten Halbfinale am Dienstag hatten sich bereits zehn Länder für die große Samstagabendshow qualifiziert. Außerdem sind die fünf großen Geldgeber der Eurovision - Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und Frankreich - traditionell gesetzt, ebenso wie der Gastgeber Aserbaidschan.

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Am Rande des ESC wollen Regierungsgegner an diesem Freitag bei einer Aktion an der Uferpromenade des Kaspischen Meeres erneut auf Menschenrechtsverstöße in der autoritären Südkaususrepublik aufmerksam machen. Mindestens 20 Regierungsgegner waren am Donnerstag festgenommen worden, als sie vor dem Gebäude des Staatsfernsehens für Pressefreiheit und gegen einseitige Berichterstattung demonstrieren wollten, berichteten Medien in Baku.

Auch der Westen hatte die frühere Sowjetrepublik wiederholt aufgefordert, die demokratischen Grundrechte einzuhalten. Seit Tagen sind mehrere Regierungsgegner in einem Hungerstreik, um damit für die Freilassung politischer Gefangener zu demonstrieren. Die Führung in Baku weist die Vorwürfe stets zurück. Positive Fakten über die Entwicklung des Landes am Kaspischen Meer würden unterschlagen, kritisiert die Regierung.

dpa

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