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Ein echter Gangster? Elyas M´Barek ist demnächst mit "Fack Ju Göhte 2" wieder im Kino.

Schauspieler mit überraschendem Geständnis

Elyas M'Barek war als Jugendlicher in einer Gang

Frankfurt/Main - „Fack Ju Göhte“-Star Elyas M'Barek hat als Heranwachsender Bestätigung in einer Jugendgang gesucht.

„Ich glaube, dass ich zu dieser Zeit einfach nicht wusste, wo mein Platz ist“, sagte M'Barek der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Ich sah aus wie jemand, der Migrationshintergrund hat, und wurde entsprechend als „Scheiß-Türke“ behandelt. Ich hatte aber keinen Zugang zu dieser Kultur, ich war ja total deutsch erzogen worden“, sagte der in München geborene Schauspieler, der eine österreichische Mutter und einen tunesischen Vater hat.

Bestätigung habe ihm dann eine Jugendgang gebracht: „Und auf einmal waren da Jungs, die sahen aus wie ich.“ Gemeinsam habe man sich sehr stark gefühlt, doch im Grunde sei es eine schlimme Zeit gewesen: „Viele von den Jungs sind später abgeschoben worden oder im Gefängnis gelandet.“ Weil er nichts für die Schule tat, landete der einstige Gymnasiast auf der Hauptschule. „Aber es hat mir gutgetan zu sehen, dass man sich wieder hocharbeiten kann“, sagt M'Barek, der später sein Fachabitur machte.

Im Erfolgsfilm „Fack Ju Göhte“, dessen Fortsetzung am Donnerstag in die Kinos kommt, spielt Elyas M'Barek einen Kleinganoven, der Lehrer wird und den deutschen Namen Müller trägt. Es sei ihm wichtig, „eine Identifikationsfigur zu sein für Jungs und Mädchen, die einen ähnlichen Hintergrund haben wie ich“, sagte M'Barek.

dpa

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