Franjo Pooth muss vor Gericht

Düsseldorf - Franjo Pooth muss sich nach der Pleite seines Unternehmens Maxfield an diesem Dienstag vor Gericht verantworten. Die Commerzbank will vom Ehemann von Verona Pooth 1,8 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts.

Das Geld hatte die Bank als Kredit an Maxfield ausgezahlt. Pooth hatte für die Summe gebürgt und wird deswegen nun von der Bank in die Pflicht genommen.

Das Gericht hat Pooth in dem Zivilprozess zwar geladen, er muss aber nicht erscheinen und kann sich von einem Anwalt vertreten lassen. Im März nächsten Jahres ist ein zweiter Prozess angesetzt. Dann versucht die Düsseldorfer Stadtsparkasse, eine noch höhere Kreditsumme von Pooth zu erstreiten.

Insolvenzverwalter Michael Bremen hatte den Maxfield-Gläubigern im Mai mitgeteilt, dass 100-Euro-Forderungen nur 37 Cent Insolvenzmasse entgegenstehen und der einst gefeierte Jungunternehmer mit seinem Unternehmen mindestens 19 Millionen Euro Schulden hinterlassen habe. Insgesamt 461 Gläubiger hatten sogar 27 Millionen Euro Forderungen angemeldet. Eine Chance, das Unternehmen zu retten, sah der Insolvenzverwalter nicht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Franjo Pooth weiterhin wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll Kredite mit teuren Geschenken an Bankmanager erschlichen haben. Der Chef und ein Vorstand der Düsseldorfer Sparkasse waren deswegen fristlos entlassen worden.

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