Frank Sinatra starb vor zehn Jahren

New York - Seine Songs sind unvergessen. Mit "New York, New York", "Strangers In The Night" und "My Way" hat Frank Sinatra Millionen von Fans ins aller Welt dahinschmelzen lassen.

Mit seinem Charme, seiner unvergleichlichen Stimme und seinem lässig-eleganten Auftreten galt der Sänger und Schauspieler als einer der größten Entertainer aller Zeiten. An diesem Mittwoch (14. Mai) jährt sich zum 10. Mal sein Todestag.

Aus diesem Anlass erscheint zur Erinnerung an Sinatra bei dem von ihm gegründeten Plattenlabel Reprise das Album "Nothing But The Best", eine Sammlung mit 22 seiner Songs. Erstmals zu hören ist die bisher unveröffentlichte Aufnahme "Body And Soul", die mit Originalmaterial neu arrangiert und aufgenommen wurde. In den USA liegt einem Teil der CDs die Briefmarke bei, die zu seinen Ehren auf den Markt kommt.

"Er wäre so stolz auf dieses Album gewesen", sagte seine Tochter Nancy Sinatra (67) der Deutschen Presse-Agentur dpa in New York. "Die Songs sind vollständig überarbeitet und remastert, so dass sie einen frischen, neuen Klang haben." Nancy, die selbst Karriere als Sängerin gemacht hat ("These Boots Are Made for Walkin'"), erinnert sich besonders gern an die Großherzigkeit ihres Vaters. "Er hat so vielen Menschen geholfen und gute Dinge getan, aber er hat es nie an die große Glocke gehängt."

1915 als Sohn italienischer Einwanderer in ärmsten Verhältnissen an der US-Ostküste geboren, wollte Sinatra ursprünglich Journalist werden. Nachdem er jedoch bei einem Sängerwettbewerb einen ersten Preis gewann, sattelte er um. In den 40er Jahren wurde er mit seinen zahllosen Hits zur Kultfigur der US-Unterhaltungsindustrie. Zeitweise waren 40 Millionen Verehrer(innen) in Fanclubs organisiert. Höhepunkt seiner Beliebtheit war ein Konzert am 12. Oktober 1944 in New York, bei dem mehr als 30 000 verzückte Teenies den Auftrittsort beinahe stürmten.

Insgesamt verkaufte "Ol' Blue Eyes" etwa 800 Millionen Platten und spielte in fast 60 Filmen mit. Für seine Rolle als Soldat Maggio in dem Antikriegsfilm "Verdammt in alle Ewigkeit" (1953) wurde er mit einem Oskar ausgezeichnet. Auf der Bühne stets Charmeur, war er im echten Leben auch für Ausfälle und Turbulenzen bekannt. Marlene Dietrich nannte ihn einmal den "Mercedes-Benz unter den Männern". Am 14. Mai 1998 starb er mit 82 Jahren in Los Angeles.

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