+
Die umstrittenen Deutschrocker von Frei.Wild schlagen zurück.

In neuem Lied

Frei.Wild schlagen gegen Medien zurück

  • schließen

München - Sie sind die derzeit wohl umstrittenste Band deutscher Sprache - und eine der populärsten: Frei Wild. Mit einem Lied reagieren die Südtiroler jetzt auf die unfaire Behandlung der Medien.

Sie sind stolz auf ihre Herkunft und lieben ihre Heimat. "Gutmenschen und Moralapostel" sind die Feinde von Frei.Wild, gegen die sie politisch unkorrekt ansingen. Auffallend oft fallen dabei in den Texten der Südtiroler Musiker Begriffe wie Krieg, Kampf und Sieg, die nicht zufällig an die martialische Sprache des Dritten Reiches erinnern. Kritiker werfen der Band, deren aktuelles Album "Feinde unserer Feinde" in nur zweieinhalb Monaten über 100.000 Mal über die Ladentische ging, deshalb rechtes Gedankengut vor - einige von ihnen gehen so weit, sie als Neonazi-Band zu bezeichnen. Nachdem mehrere Gruppen die diesjährige Verleihung des renommierten deutschen Musikpreises Echo boykottierten, wurden die Südtiroler von der Liste der Nominierten in der Kategorie "Rock/Alternative National" gestrichen. Eine heftige Diskussion über Frei.Wild entbrannte.

Jetzt schlägt die Band zurück. "Schlagzeile groß - Hirn zu klein" heißt der mitgröltaugliche Hardrock-Song, in dem sich die "ach so bösen Südtiroler" die Medien vorknöpfen. Am Anfang des Songs kommen die "Besserwisser" in Originaltönen zu Wort, nur um dann ordentlich ihr Fett weg zu kriegen: Die "Feindbildjäger" würden die "Nazikeule rausholen und draufschlagen ohne zu fragen", beschweren sich die Deutschrocker. Für die Quote würde gelogen und "verschwiegen, dass wir Nazis hassen, keine Extremisten auf Konzerte lassen". Tatsächlich distanziert sich Sänger Philipp Burger, früher selber Skinhead, seit langem klar von jeder Form des politischen Extremismus und fordert bei Live-Auftritten der Band: "Nazis raus"In dem offiziellen Video zu der musikalischen Medienschelte sieht man die Mitglieder auf Leitern aus der Hölle hinausklettern, in der ihre Feinde schmoren.

Das Konzept der Gruppe, die sich gerne als zu Unrecht verfolgte Minderheit darstellt, geht auf: Ihre Anhänger stilisieren die provokanten Südtiroler geradezu zu Märtyrern: Fast ausschließlich Lob liest man auf dem Facebook-Profil der Band. "Geile Antwort auf diese verdammten Tiraden gegen Euch, Jungs" schreibt Youtube-User "juliantheassassin". "KoeckiMediaAG" ist zwar kein Fan der Band, findet aber auch, die Medien hätten die Band ungerecht behandelt und rät ihnen: "Geht euren Weg!"

Das werden die wohl auch tun, heißt es doch in "Schlagzeile groß - Hirn zu klein" wörtlich: "Eure Lügen, Euer Hassen ist unser Antrieb weiterzumachen."

 hn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Megaheißes Foto! Lena Meyer-Landrut posiert im Deutschland-Trikot - und vergisst dabei die Hose
Lena Meyer-Landrut schien sich wie viele andere besonders auf das erste Deutschland-Spiel zu freuen. Auf Instagram überraschte sie ihre Fans deshalb mit einem ganz …
Megaheißes Foto! Lena Meyer-Landrut posiert im Deutschland-Trikot - und vergisst dabei die Hose
Bundespräsident Steinmeier eröffnet Kieler Woche
Segeln, Musik, Spiel und Spaß - die Kieler Woche fasziniert schon am Auftaktwochenende ein Millionenpublikum. Bundespräsident Steinmeier dröhnte das Eröffnungssignal …
Bundespräsident Steinmeier eröffnet Kieler Woche
Hübscher als die echte Helene Fischer? Double bekommt jede Woche zwei Heiratsanträge
Helene Fischer (33) hat mit ihrem Song „Atemlos“ das Leben einer 29-Jährigen völlig auf den Kopf gestellt. Die Dresdnerin kann sich vor Heiratsanträgen kaum noch retten. 
Hübscher als die echte Helene Fischer? Double bekommt jede Woche zwei Heiratsanträge
So sehen wir Helene Fischer selten: Auf einmal verliert sie die Fassung  
Bei russischem Zupfkuchen in einem lauschigen Gutshof in Dagobertshausen verliert Helene Fischer auf einmal die Fassung. Aber das ist noch nicht alles.
So sehen wir Helene Fischer selten: Auf einmal verliert sie die Fassung  

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.