Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet

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Die Schauspielerin Pegah Ferydoni (l-r) sowie die Preisträger Shirin Neshat (Ehrenpreis), Sibel Kekilli (Schauspielerpreis), Jasmila Zabnic (Bernhard-Wicki-Filmpreis) und Philip Koch (Nachwuchspreis) bei der Verleihung des Bernhard-Wicki-Filmpreises "Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films".

Friedenspreis für Kekilli und Zbanic

München - Die Schauspielerin Sibel Kekilli und die Regisseure Jasmila Zbanic, Shirin Neshat und Philip Koch sind mit dem Bernhard-Wicki-Preis “Die Brücke - der Friedenspreis des Deutschen Films“ ausgezeichnet worden.

Die bosnische Regisseurin Zbanic erhielt am Donnerstag in München den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis für “Na Putu“ - eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Bosnien- Krieges. “Sie führt uns sanft mit kleinen Beobachtungen in ein großes Drama“, lobte Laudator Michael Verhoeven die Geschichte einer Ehe, die am Fundamentalismus des Mannes zerbricht.

Kekilli bekam den mit 5000 Euro dotierten Schauspielerpreis für ihre Darstellung der Umay in dem Film “Die Fremde“. In dem Film von Regisseurin Feo Aladag spielt sie eine türkische Mutter, die als junge aufgeklärte Türkin einen harten Kampf gegen Familientraditionen kämpft - und einen hohen Preis dafür bezahlen muss. “Sibel Kekilli findet in ihrer überragenden Darstellung die richtigen Zwischentöne, ist in jeder Sekunde überzeugend und voller Leidenschaft“, begründete die Jury. “Das ist ein Film, den man nicht vergisst, wenn man ihn gesehen hat“, sagte Laudator und Grünen-Chef Cem Özdemir. Kekilli habe mit ihrer Rolle in einem Film mit dem schwierigen Thema Ehrenmord großen Mut bewiesen. “Der Tod der Frau bedeutet keinen Frieden in der Familie“, sagte Kekilli selbst in ihrer Dankesrede.

Erstmals vergab der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds in diesem Jahr einen ebenfalls mit 5000 Euro dotierten Nachwuchspreis. Er ging an den Jungregisseur Philip Koch für sein Drama “Picco“, das von dem Leben Jugendlicher in deutschen Gefängnissen erzählt. “Philip Koch zwingt den Zuschauer in die Zelle“, sagte Laudator Marco Kreuzpaintner. “Dieser Film tut weh.“ Koch selbst hielt in seiner Dankesrede ein flammendes Plädoyer für politisch und gesellschaftlich bedeutsame Filme. “Drehe jeden Film so, als wäre es der letzte“, formulierte er seine Forderung an seine Kollegen und sich selbst.

Den undotierten Ehrenpreis bekam die im Iran geborene Künstlerin für ihren Film “Women without Men“. Die im Exil lebende Fotografin widmete den Preis für ihren ersten Film den Frauen ihres Geburtslandes. Der Film solle den Menschen im Iran Mut machen und die Menschen in anderen Ländern an etwas erinnern: “Der Iran war nicht immer so. Der Iran war einmal eine Demokratie.“

dpa

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