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Das Schloss Sigmaringen des Fürstenhauses Hohenzollern in Sigmaringen. Rechts ist der Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Johann zu sehen. Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern, das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen ist am Donnerstagmorgen im Alter von 86 Jahren gestorben

Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern ist tot

Sigmaringen - Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern ist tot. Das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen ist am Donnerstagmorgen im Alter von 86 Jahren gestorben.

Das sagte ein Sprecher der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern der Nachrichtenagentur dpa in Sigmaringen.

Der Adelige lebte seit vielen Jahren zurückgezogen in seinem Landsitz bei Sigmaringen. Als Industrieller trieb er über Jahrzehnte den Ausbau seiner Unternehmensgruppe voran, die heute etwa 3000 Menschen beschäftigt. An seine Stelle als Oberhaupt der schwäbischen Hohenzollern tritt nun sein Sohn Karl Friedrich (58).

Geboren wurde der Fürst am 3. Februar 1924 im Schloss Umkirch bei Freiburg. Nach seinem Volkswirtschaftsstudium in Freiburg und Genf sowie zwei Berufsjahren an einer Baseler Bank übernahm er 1950 die Leitung des familieneigenen Konzerns. Neben ausgedehnten Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen gehören auch die Bergbahn am Großen Arber im Bayerischen Wald und das Hüttenwerk Laucherthal bei Sigmaringen zum Unternehmen. Die Gruppe, deren Leitung der Fürst schon vor Jahren an seinen ältesten Sohn Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern übergeben hatte, machte zuletzt rund 600 Millionen Euro Jahresumsatz.

Friedrich Wilhelm gehörte nicht der bekannten preußischen Linie der Hohenzollern an, sondern der schwäbischen, die in Sigmaringen an der Donau ansässig ist. Bis heute haben die beiden Linien des Adelshauses, die sich um 1214 geteilt haben, allerdings ihren gemeinsamen Stammsitz auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen.

Seit 1965 stand Friedrich Wilhelm an der Spitze des Adelsgeschlechts Hohenzollern-Sigmaringen. Kaum ein Hohenzollern- Regent war länger im Amt als er. Mit seiner 1996 gestorbenen Frau, Margarita Prinzessin zu Leiningen, hatte er drei Söhne. Sein ältester Sohn Karl Friedrich ist nun nach dem Tod des Vaters automatisch zum Fürsten und zum Oberhaupt der schwäbischen Hohenzollern geworden.

dpa

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