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Verzweifelt und in tiefer Trauer: Blacky Fuchsberger an dem Ort, an dem sein Sohn Thomas ertrank.

Fuchsberger besucht Todesort seines Sohnes

Kulmbach/Erlangen - Ergreifende Szenen: Joachim Fuchsberger hat am Montag in Kulmbach Abschied von seinem ertrunkenen Sohn Thomas genommen.

“Ich bin verzweifelt, aber ich bin es meinem Sohn schuldig - ich möchte die Stelle sehen, wo er sein Leben abgegeben hat“, sagt Joachim “Blacky“ Fuchsberger. Gestützt von einem Kripobeamten und seinem Bruder Otmar versucht der ergraute 83-jährige die letzten Stunden im Leben seines zuckerkranken Sohnes nachzuvollziehen. Vieles bleibt allerdings auch vier Tage nach den dramatischen Ereignissen vom vergangenen Donnerstag im Dunkeln.

Die Lücke beginnt um Viertel nach eins am Morgen vor dem Hotel Kronprinz. Sie endet um Viertel vor elf Uhr abends am Einkaufszentrum “Fritz“. Dort fanden die Rettungskräfte am Donnerstagabend die Leiche des Musikers und Journalisten Thomas Fuchsberger. Am Montagmorgen haben Joachim Fuchsberger und seine Familie für den Verstorbenen in München noch eine letzte Ruhestätte ausgesucht. Abgeschirmt von Polizisten nahmen die Fuchsbergers am Nachmittag am Sarg auf dem Kulmbacher Friedhof Abschied von dem dort vorübergehend aufgebahrten 53- Jährigen.

Blacky Fuchsberger besucht Todesort seines Sohnes

Blacky Fuchsberger besucht den Todesort seines Sohnes

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Später sollte er nach München überführt werden. Mit Tränen in den Augen steigt der 83-jährige Schauspieler wenig später am Hotel Kronprinz aus seiner Limousine. Fuchsberger ist noch sichtlich gezeichnet von der schockierenden Nachricht. Doch er will alle Einzelheiten aus jeder Nacht wissen. “Wo ist er hingelaufen, wo hat man sein Handy gefunden“, fragt er den Kripobeamten an seiner rechten Seite. “Wissen Sie, wie lange er im Wasser lag?“ Die Antwort lautet: Nein. “Hier hat er gerufen und geläutet, dann verliert sich seine Spur.“ Fuchsberger verschwindet für wenige Minuten hinter der Tür des kleinen Hotels, in dem Sohn Thomas von Mittwoch auf Donnerstag übernachten wollte. “Ich habe gestern lange mit Herrn Reimann (dem Seniorchef des Hotels) telefoniert“, erklärt der 83-Jährige.

Kopfschüttelnd machen sich Fuchsberger und seine Begleiter anschließend auf den kurzen Weg auf der Rückseite der Stadthalle vorbei zum Mühlbach. “Da ist er also gelaufen.“ An der Stelle, an der Sohn Thomas ins knietiefe Wasser gefallen und ertrunken ist, steht eine Bank mit zehn Kerzen. “Vielleicht hat er sich hier hingelegt“, sinniert Fuchsberger. “Anfangs habe ich gedacht, es könnte hier zu Handgreiflichkeiten mit jemandem gekommen sein.“ Die Familie ergänzt: “Vielleicht wollte er ja telefonieren und hat sein Handy gesucht.“ Das Angebot, die 600 Meter bis zum Fundort der Leiche mit dem Auto zurückzulegen, lehnt Fuchsberger ab.

Den Fotografen ruft er mit einem leichten Lächeln zu: “Habt ihr denn nichts anderes zu fotografieren?“ Den Polizeibeamten und Helfern, die Stunden lang nach seinem Sohn Thomas gesucht haben, macht er ein Kompliment: “Das war ganz großartig, ich bin Euch außerordentlich dankbar.“ Die anwesenden Journalisten fragt Fuchsberger, ob jemand am Mittwochabend in der Akademie für neue Medien den Auftritt seines Sohnes miterlebt hat. “Gibt es Bilder von dem Interview - es waren die allerletzten Bilder von ihm.“ “Wir schicken Sie Ihnen noch heute zu“, verspricht eine Fotografin. Kurz bevor “Blacky“ Fuchsberger an den betonierten Mauern des kanalisierten Mühlbachs stehenbleibt und kurz nach Luft ringt, erzählt er dem Kripomann an seiner Seite: “Mein Sohn war ein unglaublich guter Schwimmer.“ Im kalten Wasser des Mühlbachs hat ihm das aber nichts genutzt. Todeszeitpunkt und Umstände bleiben weiter im Dunkeln. 

Trauer um Thomas Fuchsberger

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dpa

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