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Gary Oldman entzaubert den Beruf "Hollywood-Star".

Offenen Worte vom Hollywood-Star

Gary Oldman hasst political correctness

Los Angeles - Gary Oldman hält viel davon, seine wirkliche Meinung zu sagen. In einem Interview mit dem "Playboy" erstaunt der britische Schauspieler mit offenen Worten.

„Ich denke, dass politische Korrektheit Mist ist“, sagte der 56-Jährige der US-Ausgabe des Männermagazins. Mit Blick auf Streitigkeiten, die heute schnell vor Gericht landeten, sagte er: „Niemand kann mehr einen Witz erzählen.“ Oldman nahm Kollegen, wie etwa Mel Gibson oder Alec Baldwin, die wegen antisemitischer oder schwulenfeindlicher Äußerungen in der Kritik standen, in Schutz. Jeder habe schon mal was Dummes gesagt, meinte Oldman. „Wir sind alle verdammte Heuchler.“

Der Schauspieler, der zu den herausragendsten unserer Zeit zählt, nimmt dementsprechend auch kein Blatt vor dem Mund, wenn es um die Beurteilung seiner eigenen Leistung geht. Viele seiner eigenen Filme kann Oldman oft selbst nicht ansehen, die meisten würde er am liebsten einstampfen und noch einmal drehen.

"Das "Fünfte Element" kann ich nicht ausstehen"

Für die Darstellung des Kult-Punkers Sid Vicious in "Sid & Nancy" bekam er 1987 etwa einen Evening Standard British Film Award verliehen - doch wenn er zufällig auf den Film im Fernsehen stößt, schaltet Oldman aus: "Ich denke, ich habe die Rolle nicht gut gespielt." Sein Kommentar zum Science-Fiction-Hit "Das fünfte Element": "Oh nein, den kann ich nicht ausstehen!" Seine Rollen in den Batman-Filmen von Christopher Nolan und in der "Harry Potter"-Serie seien "nur Jobs" gewesen, nörgelt er weiter. Als Ludwig van Beethoven sei er schlichtweg die falsche Besetzung gewesen.

Gnade in seinen Augen finden nur ganz wenige "gute Momente". Als er sich selbst als Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald in "JFK" sah, habe er sich kneifen müssen, weil er nicht glauben konnte, dass er in einem Film von Meister-Regisseur Oliver Stone dabei war. Beim Dreh mit Kollege John Hurt, den er vergöttert, sei er fast zu dessen Füßen in Ohnmacht gefallen, so Oldman.

"Schauspieler ist auch nur ein Job"

Der Hollywood-Star entzaubert seinen Beruf schließlich mit der Aussage: "Es ist ein ganz normaler Jpb. Die Filmerfolge sind meine Karriere, aber nicht mein Leben. Ich habe finanzielle Verpflichtungen, Kinder, all das, was normale Menschen auch haben. Ehrlich gesagt vergesse ich, dass ich Schauspieler bin, bis mich jemand daran erinnert."

hn/dpa

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