George Michael verteidigt Haschisch-Rauchen

- London - Die Welt wäre nach Ansicht des britischen Popstars George Michael (43) besser dran, wenn mehr Menschen Haschisch rauchen würden. Mit dieser Äußerung und einigen weiteren Geständnissen überraschte der Musiker in einem Interview des Fernsehsenders ITV, das heute in Auszügen veröffentlicht wurde.

Darin erklärte der frühere Wham!-Sänger auch, er sei von rezeptpflichtigen Medikamenten abhängig. Als einen Grund für sein "oft kindisches Benehmen" - darunter nächtliche Autofahrten unter Drogeneinfluss - nannte der Superstar, dass er noch immer nicht über den Tod seiner Mutter vor zehn Jahren hinweg gekommen sei.

"Ich weiß, dass ich einen selbstzerstörerischen Drang in mir habe, seit meine Mutter starb", sagte Michael dem Sender ITV. Zugleich verteidigte der homosexuelle Musiker seine Autotouren auf der Suche nach Sexpartnern, über die Londoner Boulevardblätter berichtet hatten. Dass er dadurch in die Schlagzeilen gekommen sei, störe ihn kaum. "Glauben Sie mir, der Sex, den ich habe, ist es wert, in die Zeitungen zu geraten."

Allerdings habe die ständige Verfolgung durch Klatschreporter inzwischen dazu geführt, dass er darüber nachdenke, in ein anderes Land auszuwandern. "Es gibt Plätze auf der Welt, wo ich leben und unbehelligt nach Hause kommen kann, wo ich nicht besorgt sein muss wegen ständiger Beobachtung."

Michael hatte sich kürzlich vor einem Gericht schuldig bekannt, unter Medikamenteneinfluss Auto gefahren zu sein. Er war im vergangenen Oktober festgenommen worden, nachdem er laut Augenzeugen in einem "komatösen" Zustand am Steuer seines Wagens an einer Londoner Kreuzung aufgefunden worden war. Das Urteil soll am 30. Mai verkündet werden. Am 9. Juni gibt Michael ein Konzert vor zehntausenden Fans im neuen Wembley-Stadion.

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