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Gerard Butler ist ein absoluter Frauenschwarm.

Gerard Butler: Er ist ein typischer „Skorpion“

München - Gerard Butler spricht in einem Interview über seinen Film, sein Leben und seinen anstehenden 40. Geburtstag. So manches Mal hat er Probleme mit seinen schottischen Landsleuten.

Filmstar Gerard Butler spielt in dem Kinofilm “Gesetz der Rache“ einen Familienvater. Im wirklichen Leben ist der Schotte Single und will daran auch nach seinem 40. Geburtstag erst einmal nichts ändern, wie er im Interview der Nachrichtenagentur AP sagte. Das Gespräch hat folgenden Wortlaut:

Mr. Butler, im Film “Gesetz der Rache“ (Kinostart 19. November) begeben Sie sich in der Rolle eines Familienvaters auf einen kaltblütigen Rachefeldzug, nachdem Ihre Frau und Tochter bei einem Einbruch brutal ermordet wurden. Können Sie als ehemaliger Jurist nachvollziehen, dass jemand Blutrache übt?

Butler: Mein Charakter, Familienmensch Clyde Shelton, geht natürlich viel zu weit. Aber ich kann seine Reaktion gut nachvollziehen, denn wenn irgendjemand meinen Lieben vorsätzlich etwas antun würde, würde ich mich ohne Zweifel vorsätzlich dafür rächen und die Täter ebenso leiden lassen auch wenn ich dadurch mit dem Gesetz in Konflikt käme.

Daran besteht gar kein Zweifel. Was halten Sie generell von der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten?

Butler: Schwierig. Ich schwanke, was meine Meinung zu diesem Thema betrifft. Als Student gab es Zeiten, wo ich die Todesstrafe befürwortet habe. Doch das Problem, dass die falsche Person auf dem Elektrischen Stuhl sitzt, ist natürlich eine gruselige Vorstellung. Wenn jemand - wie in diesem Film - vorsätzlich so übel eine Familie hinrichtet, scheint Gefängnis oft nicht genug. Aber ich finde es schwierig, darüber ein festes Urteil zu bilden.

In Schottland weniger bekannt

In Schottland am wenigsten Feedback Sie wurden erst kürzlich für Ihren Erfolg zum “GQ Mann des Jahres 2009“ gekürt. Wie reagieren eigentlich Ihre Freunde und Familie in Glasgow, wo Sie geboren sind, wenn Sie zu Besuch kommen?

Butler: Wissen Sie was: Schottland ist wahrscheinlich der Ort, an dem ich am wenigsten Feedback auf der ganzen Welt erhalte. Vielleicht liegt's daran, dass ich meine gesamten Erfolge außerhalb meiner Heimat hatte. Früher, als ich noch Jura an der Universität Glasgow studiert habe, habe ich viel Zeit in der City verbracht. Wenn ich heute nach Hause fahre, versuche ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Und die lebt im Hochland von Schottland. Das heißt, wenn ich in Glasgow ankomme, steige ich direkt in mein Auto und begegne auf dem Weg kaum einer Menschenseele. Dass es eine Premiere von “Gesetz der Rache“ in Glasgow geben wird, ist eine absolute Ausnahme. Darüber freue ich mich ganz besonders, weil es immer mein Ziel war, meinen Mitmenschen mitzuteilen: “Hey, jeder Teil von mir, den Ihr in meinen Filmen seht, wurde von meinem Leben in Schottland geprägt, und dafür möchte ich Euch danken.“

Dabei ist heute von Ihrem schottischen Akzent kaum noch etwas zu hören. Werden Sie dafür von Ihren Freunden und der Familie geneckt?

Butler:Ja, die Schotten sind so patriotisch, dass jeder ihresgleichen, der in irgendeiner Weise von einer anderen Kultur beeinflusst wurde, sofort ein vernichtendes Urteil erhält besonders, wenn ein Landsmann plötzlich mit einem amerikanischen Akzent daherkommt. Ich kann mich noch bestens daran erinnern, als ich vor eineinhalb Jahren in einem Interview in London das Wort “soccer“ für Fußball benutzt habe und daraufhin mit hochrotem Kopf in Panik ausgebrochen bin, weil mir bewusst wurde, welche Konsequenzen das in Schottland auslösen würde. Als ich daraufhin zurück in meine Heimat kam, konnte ich es bereits in den Gesichtern der Leute lesen: “Oh, Du Bastard und Verräter!“. Wenn ich in Amerika bin, sagt jeder: “Du hast ja einen komischen Akzent!“. Wenn ich in Schottland bin, werde ich für meinen amerikanischen Akzent gehänselt.

Ein Scorpion durch und durch: Am 13. November wird gefeiert

Partys in London, Glasgow, New York und Los Angeles Am 13. November feiern Sie Ihren 40.Geburtstag. Wo und wie werden Sie den Tag verbringen?

Butler: Die Nacht davor habe ich einen TV-Auftritt in der Jonathan Ross Show in London - bei einem der erfolgreichsten Moderatoren Großbritanniens. An meinem Geburtstag werde ich deshalb auch eine Party in London feiern, und am nächsten Tag - Sie werden es nicht glauben - werde ich gemeinsam mit meiner elfjährigen Nichte und der Familie in Glasgow nachfeiern. Wobei ich mir Sorgen mache, ob ich dort auch die verdiente Aufmerksamkeit bekomme. (Er lacht.) Nein, Quatsch! Das wird bestimmt lustig. Und wenn ich danach irgendwann zurück in New York bin, werde ich dort noch mit Freunden nachfeiern. Wahrscheinlich später dann auch noch in Los Angeles.

Was sind Ihre typischen Skorpion-Merkmale?

Butler: Ich bin leidenschaftlich, feurig, und definitiv rachsüchtig, fahre schnell meinen Stachel aus und kann ganz schön giftig werden.

Können Sie sich inzwischen vorstellen, zu heiraten und eine Familie zu gründen?

Butler: Ja, es wäre ein einziger Alptraum! (lacht)

Das heißt, auch mit 40, kommen bei Ihnen noch keine Gedanken an Familienplanung auf?

Butler: Das schwankt von Tag zu Tag. Es gibt Momente, wo ich denke: Gott, ich wünschte, ich wäre verheiratet und hätte Kinder oder zumindest eine feste Beziehung. Dann wiederum denke ich: Gott sei Dank, dass ich noch keine Frau und Kinder habe! Eigentlich bin ich im Moment ganz glücklich so, wie es ist.

Wie sollte Sie sein, Ihre Traumfrau?

Butler: Eigentlich lautete mein Grundsatz: Ich möchte kein Mädchen, dass zu crazy, too much und zu anstrengend ist. Doch kaum treffe ich ein Mädchen, das total verrückt und unberechenbar ist, denke ich: Wow! Sie ist Klasse! Es gibt keine festen Kriterien, nach denen ich eine Frau abchecke, weil ich mich gerne überraschen lasse von den kleinen Geheimnissen, die jede Frau auf ihre Art und Weise interessant machen. Ebenso wie mich ein Mädchen, das sanft und unverdorben wie eine heranwachsende Blume reizen könnte, kann mich im nächsten Moment genau das Gegenteil, eine starke und dominante Persönlichkeit, faszinieren. Das hängt von der Person und dem Moment ab Liebe ist wie Magie!

Anke Sieker

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