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Hollywood-Star Mel Gibson wartet bei einer Spendengala für Haiti auf Anrufe.

Mel Gibson beschimpft Reporter: "Arschloch"

Chicago/München - Vor laufender Kamera hat Mel Gibson einen Reporter als "Arschloch" beschimpft. Fragen zu seiner Alkoholvergangenheit und antisemitischen Äußerungen sind ihm wohl übel aufgestoßen.

Wusste er oder wusste er nicht, dass sein Mikro noch an war. Das Fernseh-Interviewmit dem Reporter Dean Richards auf dem Chicago-Sender WGN am vergangenen Freitag war eigentlich schon zu Ende, die Kamera lief noch und das Mikro war noch offen, da ließ der Hollywood-Star Mel Gibson das A-Wort fallen:

Mit "Asshole" (englisch für Arschloch) beschimpfte er den Reporter. Dem hatte er nur Augenblicke vorher Fragen zu seiner Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer vor vier Jahren und antisemitischen Äußerungen gegen einen Polizisten beantwortet.

Dean Richards wollte wissen, ob Gibson sich gewandelt habe. "Die letzten fünf Jahre waren eine ziemliche Achterbahnfahrt", räumte der ein. "Die Zeit belehrt einen." Er hoffe, dass die Öffentlichkeit ihm verziehen habe. Das sei so lange her und er habe all das notwendige Mea Culpa gemacht.

Der Reporter bedankte und verabschiedete sich, Gibson nahm noch einen großen Schluck aus einem Pappbecher, streckte den Daumen in die Höhe, dann sagte er es, klar und deutlich: "Asshole".

Dem Münchner Fernsehsender Tele 5 hatte er Ende Januar noch erzählt, dass er sich durch öffentliche Kritik an seinem Verhalten gestählt sehe.

“Die größte Angst eines jeden Menschen ist es doch, öffentlich gedemütigt zu werden. Mir ist das passiert, und zwar auf einem globalen Level. Ich bin jetzt ein richtig harter Scheißkerl, weil mir keiner mehr was kann“, sagte der Schauspieler. “Was mich nicht umbringt, macht mich stärker, das ist alles.“

 Im Leben gebe es immer Schmerz und Freude, betonte Gibson. “Wenn ich fünf Minuten am Tag glücklich bin oder auch nur gelassen - das ist schon sehr viel. Ich versuche im Moment zu leben, habe keine Angst vor der Zukunft und lasse mich nicht von Reue zerfressen.“

Derzeit plant Gibson nach einer längeren Auszeit neue Projekte vor und hinter der Kamera: “Mit Leo DiCaprio plane ich den ultimativen grimmig-harten Wikingerfilm. Ich kenne keinen einzigen guten Wikingerfilm, und deswegen mache ich jetzt einen Film, der das W in Wikinger sein wird“, sagte Gibson.

Scherzhaft fügte er hinzu: “Wenn ich ehrlich bin, will ich eigentlich nur ein Kloster zerhacken.“ Tele 5 zeigt am nächsten Dienstag um 20.15 Uhr Mel Gibsons Regiedebüt “Der Mann ohne Gesicht“.

kkr mit Material von apn

Sehen Sie hier das ganze Interview auf der Homepage von WGN. Nur leider ist das A-Wort zensiert.

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