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Mel Gibson musste sich schon desöfteren die Anschuldigungen anhören, er hätte eine Antisemitische Einstellung.

Mel Gibson wettert gegen "Basic Instinct"-Autor

Los Angeles - Zwischen Hollywoodstar Mel Gibson (56) und “Basic Instinct“-Autor Joe Eszterhas (67) ist ein heftiger Streit entbrannt. Dem Star wird wieder Judenhass vorgeworfen. Ist es ein Racheakt?

 In einem neunseitigen Brief, der auf der Filmwebseite “Thewrap.com“ veröffentlicht wurde, wirft der Drehbuchschreiber Gibson Antisemetismus vor und lässt sich über angebliche Wutausbrüche und Drohungen des Stars aus. Gibson feuerte in einer Stellungnahme am Donnerstag zurück, dass die meisten Behauptungen “absolut erfunden“ seien. Auslöser für das Wortgefecht ist ein geplatztes Filmprojekt, für das Eszterhas das Drehbuch liefern sollte.

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Das Studio Warner Bros. habe kürzlich den von Gibson geplanten Film über den jüdischen Freiheitskämpfer Judas Makkabäus aus dem zweiten Jahrhundert auf Eis gelegt, berichtete das Branchenblatt “Hollywood Reporter“ am Mittwoch. Dem Studio habe das Drehbuch von Eszterhas nicht gefallen, hieß es. Gibson wollte den Film über seine eigene Firma produzieren und möglicherweise auch die Regie oder die Hauptrolle übernehmen.

In seiner Antwort an Eszterhas, die Gibson unter anderem der “Los Angeles Times“ zustellte, beschwert sich der Regisseur und Schauspieler über den Entwurf. “In 25 Jahren Arbeit mit Drehbüchern habe ich noch nie einen derart unzulänglichen Entwurf und eine größere Zeitverschwendung gesehen“, wetterte Gibson. Eszterhas hatte Gibson zuvor geschrieben: “Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der Grund, dass du 'The Maccabees' nicht drehen willst, der hässlichste von allen ist. Du hasst Juden“.

Schon bei der Bekanntgabe von Gibsons Filmplänen im vorigen September hatte der Hollywoodstar, der 2006 mit antisemitischen Äußerungen Schlagzeilen machte, Kritik einstecken müssen. Gibson habe Juden gegenüber nichts anderes als “Feindseligkeit und Respektlosigkeit“ gezeigt, klagte damals Rabbi Marvin Hier vom Simon Wiesenthal Center in Los Angeles.

2006 war Gibson in Kalifornien betrunken am Steuer festgenommen und einem Beamten gegenüber ausfallend geworden. Er entschuldigte sich später für seine antisemitischen Schimpftiraden. Er sei kein Antisemit und suche unter anderem den Dialog mit jüdischen Gruppen, um seine Probleme in den Griff zu bekommen, sagte Gibson damals.

dpa

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