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Chanel feierte seine erste Mode-Show auf Kuba. Karl Lagerfeld setzte seinem Model dafür eine Guerillero-Mütze auf. Foto: Alejandro Ernesto

Glamour und Revolution: Erste Chanel-Show in Havanna

Lange galt Luxus als dekadent auf Kuba, nun wird vieles anders in dem kommunistischen Inselstaat. Designerstar Karl Lagerfeld zeigt dort seine neuen Entwürfe - Motive und Farben transportieren einen Hauch karibisches Flair.

Havanna (dpa) - Genügsamkeit war gestern: Erstmals hat das französische Modehaus Chanel eine opulente Fashion Show im kommunistischen Inselstaat Kuba ausgerichtet.

Designer-Ikone Karl Lagerfeld präsentierte am Dienstag (3. Mai) seine neue Cruise-Kollektion 2016/2017 vor imposanter Kulisse auf der berühmten Promenade Paseo del Prado in Havanna. Das Glamour-Event sorgte stundenlang für Furore in der Hauptstadt des Karibikstaates.

Für die Schau war die breite Promenade zwischen den teilweise schwer ramponierten Kolonialbauten in der Altstadt der Karibikmetropole zum Catwalk unter freiem Himmel umfunktioniert worden. Nicht mal ein leichter Regen vermochte den zahlreichen Schaulustigen auf den Balkons der umliegenden Häuser die Lust am Luxus zu verderben.

Chanel hatte nach eigenen Angaben mehr als 150 alte amerikanische Straßenkreuzer für geladene Gäste gemietet - die "Oldtimer" sind seit Jahren eine Art Markenzeichen Kubas. Auch die neuen Entwürfe von Lagerfeld erinnerten mit olivgrünen Farben, Guerillero-artigen Mützen und karibischen Motiven an das Gastland der diesjährigen Mode-Show. Der Chefdesigner selbst erschien mit glitzernder Jacke und der üblichen dunklen Brille auf der Paseo del Prado.

Chanel

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