Greenpeace-Pionier gestorben

- New York/Toronto/Hamburg - Bob Hunter, einer der Mitbegründer der Umweltschutzorganisation Greenpeace, ist tot. Der 1941 geborene kanadische Aktivist erlag am Montag einem Krebsleiden, teilte Greenpeace in Toronto mit. Die Organisation würdigte Hunter, der zuletzt in Toronto als Journalist tätig war, als den "Erfinder" von Greenpeace.

1971 hatte sich der engagierte Kolumnist der Zeitung "Vancouver Sun" einer kleinen Gruppe von Naturschützern angeschlossen, um mit einer Protestfahrt auf dem Fischkutter "Greenpeace" vor der Küste von Alaska auf geplante US-Atomtests aufmerksam zu machen.<BR><BR>Greenpeace Deutschland nannte Hunter einen "wahren Regenbogenkrieger". Er prägte den Begriff "Rainbow Warrior" (Regenbogen-Kämpfer) und stellte die Geburt der Organisation 1978 in dem Buch "Warriors of the Rainbow" dar. "Vieles von dem, wofür Greenpeace heute bekannt ist - unseren Ideenreichtum bei Aktionen, dahin zu fahren, wo Umweltverbrechen geschehen und davon Zeugnis abzulegen - geht auf ihn zurück", sagte die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens, am Dienstag in Hamburg.<BR><BR>Hunter beteiligte sich vor allem an Aufsehen erregenden Aktionen gegen den Wal- und Robbenfang und die Verschmutzung der Weltmeere durch Giftmüll. Die amerikanische Zeitschrift "Time" ernannte ihn kürzlich zu einem der zehn größten "Umwelthelden" des vergangenen Jahrhunderts. Er wurde in Winnipeg geboren; das genaue Geburtsdatum war zunächst nicht bekannt. Nach unterschiedlichen Quellen soll Hunter 63 oder 64 Jahre alt geworden sein. 

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