Der 41. Grimme-Preis wird verliehen

- Marl - Bei der 41. Grimme-Preis-Verleihung dürfen sich in diesem Jahr 55 Fernsehschaffende Hoffnung auf eine der 14 Auszeichnungen des Fernseh-Instituts machen.

<P>Unter den bekannten Schauspielern stehen auf den Nominierungslisten der Grimme-Kommissionen Namen wie Hape Kerkeling, Corinna Harfouch, Ulrich Tukur, Sebastian Koch und Katja Flint. Die bedeutenden Filmtitel heißen "Stauffenberg", "Heimat 3", "Amok in der Schule" oder "Tage und Nächte in Paris".</P><P>"Man kann sicher feststellen, dass 2004 ein starkes Fernsehjahr war", betonte Grimme-Preis-Spezialist Ulrich Spies in Marl. Doch neben Lob verteilte der Fernsehkritiker im Rückblick auf das TV-Jahr 2004 auch Tadel. Durchgefallen bei der Kritik waren Neuentwicklungen von Beauty-Shows bis hin zu den Camp-Varianten. Sie erhielten die Prädikate "ideenlos von ausländischen Produktionen übernommen, lieblos kopiert und schlecht angepasst an das deutsche TV-Publikum".</P><P>Lob gab es für das ZDF-Experiment Live-Movie "Feuer in der Nacht" und die WDR-Serie "Dittsche". "Herausragende Leistungen werden aber auch beiden öffentlich-rechtlichen Veranstaltern viel zu oft auf schlechten Sendeplätze ausgestrahlt", monierte Spies. Trotz etlicher Sendeplätze zu später Stunde haben die ARD-Sender und das ZDF in der Sparte Information und Kultur wieder einmal die Nase deutlich vorn und stellen sämtliche 20 Nominierungen.</P><P>Dafür ist Sat.1 mit "Blond: Eva Blond!" (Hauptdarstellerin Corinna Harfouch), einer Folge der Improvisationscomedy "Schillerstraße" und - in Zusammenarbeit mit ProSieben - mit einer Spezial-Nominierung für den Komödianten Christoph Maria Herbst drei Mal vertreten. RTL kann sich mit "Pastewka in Russland" Hoffnung auf einen der Preise machen. Die Privaten sind dazu noch mit der Kinder-TV-Moderatorin Nina Moghaddam (Super RTL), Hendrik Hey für sein Format "Welt der Wunder", das zu Beginn dieses Jahres von ProSieben zu RTL II wechselte, sowie Karsten Migeld und Jens Heppner für die Olympia-Berichte auf Eurosport nominiert.</P><P>Für die Vergabe der Grimme-Preise haben die Kommissionen in diesem Jahr unter rund 650 Produktionen ihre Wahl getroffen. Nach der Endausscheidung im Februar sollen die Preisträger am 8. März in Köln bekannt gegeben werden. Die Verleihung wird während einer Gala am 18. März im Marler Stadttheater von Bettina Böttinger moderiert. "Das hat sie 1997 schon einmal gemacht", sagte Spies. Dabei durfte sie einen der Grimme-Preise an Harald Schmidt übergeben, der nach seiner TV-Pause diesmal nicht nominiert ist.</P><P>Nicht mit dabei ist dieses Jahr auch Bernd Gäbler. Der Geschäftsführer des Grimme-Instituts trat dieser Tage nach Querelen zurück. Kommissarisch übernahm am Mittwoch Institutsmitglied Friedrich Hagedorn die Geschäfte, bis voraussichtlich im Sommer Uwe Kammann (epd medien) das Amt übernimmt.</P><P>www.grimme-institut.de</P>

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