Große Sorge um Harald Juhnke

- Berlin - Der Gesundheitszustand des geistig verwirrten Schauspielers Harald Juhnke hat sich Besorgnis erregend verschlechtert. Das erfuhr dpa am Montag aus zuverlässiger Quelle. "Ich bin in großer Sorge", sagte seine Ehefrau Susanne bei der Aufzeichnung zur ZDF-Sendung "Menschen 2003" mit Johannes B. Kerner, die am kommenden Freitag ausgestrahlt wird. In der "B.Z." wird ein nicht genannter "enger Freund" der Familie mit den Worten zitiert: "So wie es aussieht, wird es wohl noch dieses Jahr mit Harald Juhnke zu Ende gehen."

<P>Der 74-jährige Entertainer lebt seit Dezember 2001 in einem Pflegeheim für Demenzkranke bei Berlin und musste zwischenzeitlich wie zuletzt im November immer wieder mal vorübergehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden, ohne dass nähere Einzelheiten bekannt wurden. In Medienberichten war unter anderem von Auszehrung die Rede. Bereits im Sommer 2002 hatte sich der Münchner Arzt Peer Juhnke, Sohn aus erster Ehe, entsetzt über den Zustand seines Vaters gezeigt. Susanne Juhnke hielt ihm dagegen vor - wie zuletzt in einem Interview ("Hör zu") - seinen Vater nur selten zu besuchen.</P><P>Die 58-jährige Susanne Juhnke hatte im September ihre Memoiren "In guten und in schlechten Tagen - Mein Leben" veröffentlicht, was einen Rechtsstreit über die Wahrnehmung der Persönlichkeitsrechte des Demenzkranken auslöste. Peer Juhnke will dafür einen "neutralen Kontrollbetreuer" eingesetzt haben, weil Susanne Juhnke nach der Veröffentlichung ihres Buches mit Einzelheiten über den Verlauf der Krankheit ihres Mannes nicht mehr unbefangen sei. Die Pflege- Vormundschaft liegt weiterhin bei Susanne Juhnke.</P><P>In ihren Memoiren beschreibt die Ehefrau den jahrelangen und schließlich vergeblichen Kampf um ihren Mann und wie sie mit ansehen musste, "wie der geliebte Partner allmählich im Dunkel verschwindet". Der beliebte TV-Unterhalter war nach früheren Feststellungen von Spezialisten manisch-depressiv. "Dass wir einmal so viel Leid erfahren würden, das lag vollkommen jenseits meines Vorstellungsvermögens", schreibt Susanne Juhnke und notiert im November 2001 in ihr Tagebuch: "Ich bin hoffnungslos überfordert." Wenige Tage später kommt Juhnke in ein Pflegeheim östlich von Berlin.</P><P>In dem jetzigen Interview mit der Programmzeitschrift "Hör zu" meint Susanne Juhnke auf die Frage, ob sie ihrem Mann bei seiner schweren Krankheit wünscht, dass er noch einige Jahre lebt: "Das Schicksal fordert uns bis zur Erschöpfung. Ich wünsche Harald, dass er keine Schmerzen erleiden muss. Alles andere ist mein Kampf. Ich werde nicht aufhören, für ihn zu kämpfen, für unseren Sohn, für uns."</P>

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