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Der "Herr der Ringe", der neuseeländische Regisseur Peter Jackson, kehrt zurück nach Mittelerde.

Jetzt doch: Jackson verfilmt den “Hobbit“

New York/Berlin - Nach monatelanger Unsicherheit sollen die Dreharbeiten für die Vorgeschichte der “Herr der Ringe“-Trilogie im Februar beginnen.

Regie werde wieder Oscar-Gewinner Peter Jackson (48) führen, bestätigten die Filmstudios MGM und Warner Bros. am späten Freitagabend. Es seien zwei Teile in 3D geplant. Der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge könnte das Filmprojekt 600 Millionen Dollar (etwa 430 Millionen Euro) verschlingen.

Das MGM-Studio habe es doch noch geschafft, seine Hälfte der Finanzierung zu besorgen. Beim MGM-Studio, das auch die James-Bond-Filme produziert, könnten demnächst die Gläubiger - größtenteils Hedgefonds - die Macht übernehmen. Auch über einen Verkauf wird immer wieder spekuliert.

Das Projekt war immer wieder aufgehalten worden. Das Traditionsstudio MGM (Metro-Goldwyn-Mayer) ächzt bereits unter einer Schuldenlast von rund 4 Milliarden Dollar und hatte Probleme bei der Finanzierung. Der zwischenzeitlich als Regisseur vorgesehene Guillermo del Toro stieg im Mai aus. Ein Brand beschädigte ein Studio, in dem Teile des Films gedreht werden sollten. Eine Schadensersatzklage der Tolkien-Erben über nicht ausgezahlte Einnahme-Beteiligungen an der "Herr der Ringe"-Trilogie kam dazu. Zuletzt gab es auch noch Krach mit neuseeländischen Schauspieler-Gewerkschaften. Sie riefen zu einem Boykott des Films auf, weil Darsteller angeheuert werden sollten, die nicht in der Gewerkschaft sind. Jackson drohte seinem Heimatland daraufhin mit dem Abzug der Produktion nach Osteuropa.

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Die Studios ließen in der Mitteilung den Ort der Dreharbeiten offen. Jackson hatte in Neuseeland ein Casting für Freiwillige veranstaltet - er sucht Darsteller, die nicht größer als 1,58 Meter sind. Die Probleme um MGM und der Streit mit der neuseeländischen Gewerkschaft könnten den Zeitplan der Dreharbeiten noch verändern, hieß es.  

Jackson hatte mit der aufwendigen Verfilmung des Romans “Herr der Ringe“ um die Fantasiewelt Mittelerde mehrere Oscars gewonnen. In seiner Heimat Neuseeland wurde er für seine Verdienste um die Kunst in den Adelsstand erhoben. Die drei Filme spielten in den Kinos weltweit knapp drei Milliarden Dollar ein. 

Der "Hobbit" basiert auf der Romanvorlage "Der kleine Hobbit" von J.R.R. Tolkien, die davon erzählt, wie Bilbo Beutlin in den Besitz des mächtigen Ringes kam und wie Sméagol zu Gollum wurde.

dpa

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