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Günther Jauch mit Ehefrau Thea.

Günther Jauch steht für Sonderangebote an

Hamburg - Günther Jauch kann trotz seines nicht unbeträchtlichen Vermögens Sonderangeboten im Discounter nicht widerstehen. Damit behalte er die Bodenhaftung, sagt der Mann mit dem lustigen Spitznamen.

Er habe sich morgens bei Aldi angestellt, um ein Nachtsichtgerät für 99 Euro zu kaufen, sagte er in seiner Show “Wer wird Millionär?“ am Montagabend. Das Sonderangebot sei aber schon früh vergriffen gewesen. Das habe ihn mächtig geärgert. Dem Magazin “Stern“ sagte Jauch, dass er gut verdiene, gebe ihm “die Unabhängigkeit, mein Leben eben nicht nach meinen finanziellen Möglichkeiten auszurichten, sondern nach meinen tatsächlichen Bedürfnissen. Mir ist Luxus sicher nicht fremd, aber Sie können mich eben auch bei Lidl oder Rewe treffen.“

Supermärkte besucht er nach eigenen Worten auch, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Jauch sagte: “Wenn Sie im Fernsehen so etwas wie ,stern TV' moderieren, haben Sie irgendwann ein Problem, wenn Sie länger nicht mehr an der Tankstelle oder im Baumarkt waren.“ Man müsse “die Lebenswirklichkeit noch halbwegs mitkriegen“. Zu seinem Image sagt Jauch: “Ich glaube nicht, dass ich spießig bin. Allerdings verbreite ich keine besondere Aufregung. Dafür bin ich aber auch zu durchschnittlich.“

Der deutsche Mister Bean

Vor der Kamera will er sich nicht verbiegen: “Dass ich kein motorisches Talent bin, weiß ich. Intern gelte ich vom Bewegungsmuster her als der 'deutsche Mister Bean'“, sagte der 53-Jährige. “Aber Peter Zwegat oder Tine Wittler lässt RTL ja auch auf den Bildschirm, wie sie sind. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wechselt auch nicht ein Adonis den nächsten ab - oder sehen Sie Tom Buhrow im Mr.-Universum-Bereich? Aber wen stört's?“ Er bekomme regelmäßig Angebote von ästhetischen Oralchirurgen, die seine Eckzähne richten wollten, verriet Jauch. “Ich sag dann nur: Leute, lasst das. Diese Unregelmäßigkeit gehört zu mir, die habe ich von meiner Mutter.“

Bereits heute macht sich der Fernsehstar Gedanken über ein mögliches Comeback als rüstiger Senior. “Dass ich mit Mitte 70 noch immer 'Wer wird Millionär?' moderiere, schließe ich zwar aus. Aber wenn es die Sendung mal 20 Jahre nicht mehr gegeben hat, könnte ich sie auf einem Seniorenkanal, den die geburtenstarken Jahrgänge natürlich alle abonniert haben, wieder aufleben lassen. Falls ich dann noch hören, lesen und sprechen kann.“
DAPD

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