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Stephanie zu Guttenberg hat die Präsidentschaft des Kinerschutzbundes "Innocent Danger" aufgegeben.

"Bin in Deutschland zu Hause"

Zu Guttenbergs: Keine baldige Rückkehr

Heidelberg - Keine Rückkehr in Sicht: Nach ihrem Umzug in die USA gibt Stephanie zu Guttenberg die Präsidentschaft eines Kinderschutzvereins auf.

Sie wollen sich partout nicht festlegen. Seit der bis zu seinem Rücktritt als Bundesverteidigungsminister umjubelte Politikstar Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sich mit seiner Familie auf unbestimmte Zeit in die USA verabschiedet hat, rätselt nicht nur das politische Deutschland in schöner Regelmäßigkeit: Wann nur kommen die Guttenbergs wieder zurück? Wer sich von einem Besuch Stephanie zu Guttenbergs in Heidelberg jetzt eine Antwort erhoffte, sieht sich am Ende enttäuscht. Auch sie bleibt bei diesem Thema eher vage.

Zumindest für die nächsten Monate haben die Guttenbergs nicht ihre Rückkehrtickets nach Deutschland gebucht, so viel wird dann doch klar. Stephanie zu Guttenberg legt nämlich die Präsidentschaft des Kinderschutzvereins Innocence in Danger nieder und lässt sich zumindest so viel entlocken: „Ich würde das Amt nicht niederlegen, wenn ich in einem halben Jahr wieder in Deutschland wäre.“

Ansonsten gibt es von ihr eher Kryptisches. „Im Herzen“ sei sie in Deutschland, der Lebensmittelpunkt sei aber derzeit in den USA. Oder: „Ich bin ja in Deutschland zu Hause.“ Dass die Guttenbergs irgendwann wieder zurückkehren wollen, hat der Ex-Minister auch immer betont - nur nicht verraten, wann.

Seine Gattin will sich weiter dem Kampf gegen den Kindesmissbrauch und gegen die Verbreitung von Kinderpornografie widmen. Im Jahr 2009 war sie Präsidentin von Innocence in Danger geworden, für den Verein marketingtechnisch ein Coup. Etwas von ihrer Bekanntheit als Ehefrau des von Einigen als künftiger Bundeskanzler gehandelten Ministers - das Magazin „Spiegel“ widmet dem Paar im Herbst 2010 eine Titelgeschichte unter dem Slogan „Die fabelhaften Guttenbergs“ - strahlt auch auf Innocence in Danger ab.

Für ihren Kampf zum Wohle der Kinder bekommt die Ministergattin viel Lob. Aber es setzt zum Teil auch heftige Kritik. Die entzündet sich vor allem an der von Oktober 2010 an vom Sender RTL II ausgestrahlten Sendung „Tatort Internet“. Dort werden potenzielle Pädophile in eine Falle gelockt und dann zur Rede gestellt, Stephanie zu Guttenberg tritt in der ersten Sendung als Expertin im Studio auf.

Es gibt danach zwar Lob für das Anliegen, manche Medien bewerten das Format aber als „reißerisch“ oder „Menschenjagd“. Zu Guttenberg steht auch heute noch zu „Tatort Internet“, macht sie bei ihrem Besuch in Heidelberg klar. Sie würde das jederzeit wieder machen, wenn dadurch auch nur ein Täter überführt werden könne, lautet ihre Botschaft.

Dann kommt im März 2011 der Rücktritt ihres Ehemannes: Er gibt sein Ministeramt auf, nachdem bekanntgeworden ist, dass er Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte, ohne das zu kennzeichnen. Die Familie Guttenberg zieht in die USA und ist von da an Objekt stetiger Spekulationen. Wann kommen sie zurück? Wann gibt Guttenberg sein Comeback in der deutschen Politik? Gibt er überhaupt ein Comeback?

Der ehemalige Minister, der in den USA Vorträge hält und Berater der EU-Kommission für Internet-Fragen ist, bleibt bis heute das große Phantom der deutschen Politik. Erst im Januar hat er in einem Interview mit der Schweizer Zeitung „Der Sonntag“ wiederholt: Ja, er werde mit Sicherheit nach Deutschland zurückkommen. Nur wann und ob privat oder in irgendeiner Funktion, das sei „vollkommen unabsehbar“.

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dpa

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