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Gwyneth Paltrow ist wunderschön, erfolgreich in Hollywood und glückliche Mama von Tochter Apple (6) und Söhnchen Moses (4).

"Der Wahnsinn lauert überall"

Gwyneth Paltrow über Familienglück und tiefen Hass

München - Hollywoodstar Gwyneth Paltrow bereitet sich zur Zeit auf ihre Rolle als Marlene Dietrich vor. Im Interview spricht die sie über ihr neues Projekt, ihr Familienglück und tiefen Hass.

Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt“, das kann ­Gwyneth Paltrow (37) sogar auf Deutsch sagen. Die Oscargewinnerin bereitet sich auf ihre neue Rolle als Marlene Dietrich mit einem Sprachkurs via iPod vor. Sie lebt in London, aber nach drei Jahren Mutterschaftspause ist die 38-Jährige wieder voll im Holly­woodstress – am Donnerstag läuft ihr neuer Actionfilm Iron Man 2 im Kino an. ­Davor gab sie ein Interview.

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Vermissen Sie denn nicht Ihr ruhiges Hausfrauen­leben?

Gwyneth Paltrow: Zu dem kann ich ja immer wieder zurückkehren. Aber ich genieße es, mich mal wieder in Schale zu werfen und so zu tun, als sei ich diese glamouröse ­Gwyneth Paltrow (lacht).

Wie laufen Sie denn sonst rum?

Paltrow: So bequem wie möglich. Als Mutter eines vierjährigen Jungen und einer fast sechsjährigen Tochter ist das auch besser so.

Was machen Sie mit Ihren beiden Kindern, wenn Sie drehen?

Paltrow: Die nehme ich mit. Als wir Iron Man 2 in Los Angeles gedreht haben, sind sie in den selben Privatkindergarten gegangen wie ich als Kind.

Wie unterschiedlich sind Ihre Kinder?

Paltrow: Apple ist ein richtiges Girlie. Sie zieht sich gerne schöne Kleider an und will, dass ich ihr die Haare mache. Und Moses ist ein echter Boy, der nicht still sitzt und mit dem Kopf durch die Wand will.

Klingt stressig ...

Paltrow: Manchmal trage ich Ohrstöpsel, um den Radau auszuhalten. Sonst würde ich den Verstand verlieren.

Hand aufs Herz, ziehen Sie eines Ihrer Kinder vor?

Paltrow: Ich liebe beide gleich! Aber ich habe schon eine ganz spezielle Bindung zu meinem Sohn. Ebenso wie die Bindung zwischen Apple und meinem Mann eine ganze besondere ist.

Was ist dran an den Gerüchten, dass es in Ihrer Ehe kriselt?

Paltrow: Nichts. Chris ist ein wundervoller Ehemann, der mich in allem, was ich tue, unterstützt. Ich habe mit ihm wirklich Glück gehabt.

Mit welcher Ihrer Eigenschaften sind Sie weniger glücklich?

Paltrow: Mein Perfektionismus treibt mich zum Wahnsinn. Manchmal meine ich, ich sollte mich in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen.

Bezieht sich Ihr Perfektionismus nur auf die Arbeit?

Paltrow: Nein. Ich kann es nicht ertragen, wenn mein Körper nicht so aussieht, wie ich es mir vorstelle. Für die Rolle einer Country-Sängerin in Love Don’t Let Me Down musste ich mir kürzlich mit viel frittiertem Essen ein paar Pfunde anfressen. Ich sah schrecklich aus, als ich nackt vorm Spiegel stand. Zum Glück ist der Speck aber wieder weg.

... Und Ihre Laune wieder besser. Wann werden Sie denn richtig sauer?

Paltrow: Wenn mich jemand in die Pfanne haut, so wie gerade eine Freundin von mir. Ich trage dann tiefe Rachegefühle in mir. Ich spüre, dass die nicht gut für mich sind und fühle mich schlecht mit all dem Hass in mir.

Erschrecken Sie manchmal über sich selbst?

Paltrow: Oh ja! Es gab einmal eine Frau, die mich wirklich zerstören wollte. Eines Tages hörte ich dann, dass dieser Person etwas Schlimmes widerfahren war. Meine erste Reaktion war tiefe Befriedigung und ein Glücksgefühl. Da habe ich mich sehr erschrocken.

Mit 37 Jahren wollen Sie es in Hollywood noch mal wissen. Haben Sie keine Angst, zu scheitern?

Paltrow: Ich weiß, dass in ­Hollywood gerade bei Frauen das Alter ein Problem ist. Aber ich habe keine Angst, dass ich schon zum alten Eisen gehöre. Schwieriger ist für mich mein Oscar-Gewinn vor zehn Jahren.

Wieso das?

Paltrow: Wenn man einmal so weit oben war, dann wird man automatisch unsicher und fragt sich: „Kann ich noch einmal so erfolgreich sein, wie früher?“

Christian Thiele

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