Abgestürzte Umfragewerte

Harry und Meghan: Bittere Retourkutsche nach Interview - Briten strafen Sussexes ab

Das Oprah-Interview von Harry und Meghan hat in der britischen Monarchie für ein Erdbeben gesorgt. Darüber sind die Briten alles andere als glücklich und machen ihrem Unmut Luft.

London - Medienwirksam, aufsehenerregend, skandalträchtig - das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan hatte es in sich. In einem zweistündigen Gespräch mit der Talk-Legende Oprah Winfrey erhoben die beiden schwere Vorwürfe gegen das Königshaus und Familienmitglieder. In Großbritannien wurde dies nicht gut aufgenommen - laut einer neuen Umfrage sind die Sussexes so unbeliebt wie nie zuvor.

Ausführlich berichtete Meghan Markle im Gespräch über Depressionen, Isolation am Hofe und über Rassismus-Erfahrungen. Sie habe sogar Suizidgedanken gehabt - Hilfe habe sie trotz mehrfacher Bitte keine erhalten. Es sind schwere Anklagen, die die ehemalige Schauspielerin erhebt. Das Mitgefühl schien weltweit groß. Doch ausgerechnet in Großbritannien selbst scheinen die Herzogin und ihr Mann Harry in Sachen Beliebtheit für ihre Aussagen abgestraft zu werden.

Briten strafen Harry und Meghan ab: Umfragetief für die Sussexes

Es gibt mehr Briten, die ein negatives Bild von Prinz Harry haben, als solche mit einem positiven. Das zeigt eine YouGov-Umfrage, die nach dem Interview gemacht wurde. Rund 45 Prozent der Briten haben eine positive Meinung von dem Queen-Enkel, während 48 Prozent ihn negativ sehen. Das ist ein Minus von drei Prozentpunkten im Vergleich zu den Werten vor dem Gespräch mit Oprah. Es ist das erste Mal, dass die negativen Stimmen in Bezug auf den royalen Rotschopf überwiegen.

Blickt man auf die Beliebtheit seiner Ehefrau Meghan Markle, ergibt sich ein noch schlechteres Bild. Nur noch drei von zehn Personen haben ein positives Bild von ihr. Das entspricht etwa 31 Prozent. Dagegen mögen 58 Prozent der Befragten die Herzogin nicht. Besonders seit dem Interview haben sich diese Werte noch einmal stark verschlechtert und liegen auch bei ihr auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten. Besonders unbeliebt sind die Sussexes bei Menschen über 65 Jahren.

Nach Interview von Harry und Meghan: So beliebt sind die anderen Royals jetzt

Anders stellt sich die Situation allerdings bei jüngeren Menschen dar, die in der Umfrage ebenfalls nach ihrer Meinung gefragt wurden. In der Gruppe der 18-24-Jährigen sind Harry und Meghan im Gegensatz zu den oberen Werten deutlich beliebter. Hier mögen etwa 55 Prozent die gebürtige US-Amerikanerin, nur ein Drittel steht ihr eher ablehnend gegenüber. Der gleiche Trend zeichnet sich auch für Harry ab: Drei von fünf Briten in dieser Altersgruppe haben eine positive Meinung von ihm, und nur drei von zehn (28%) mögen ihn nicht.

Erstaunlicherweise scheinen andere Royals unter dem Interview nicht so gelitten zu haben. Die Umfragewerte von Queen Elizabeth sind nach wie vor hoch. Auch Prinz William und Herzogin Kate haben nicht an Beliebtheit eingebüßt. Einzig Prinz Charles verlor nach dem Enthüllungsgespräch auch einige Prozentpunkte. (mam)

Rubriklistenbild: © Ben Stansall/AFP

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