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J.K.Rowling kann mehr als nur "Harry Potter"

"Potter"-Erfinderin schrieb Krimi

Nach Enttarnung: J.K. Rowling entschädigt

London - Unter falschem Namen hat "Harry Potter"-Erfinderin J.K. Rowling einen Krimi geschrieben, doch ihre wahre Identität wurde aufgedeckt. Dafür wird die Bestseller-Autorin entschädigt.

Der Prozess in London hatte sich gegen den Teilhaber einer auf die Unterhaltungsbranche spezialisierte Kanzlei Russels gerichtet. Chris Gossage hatte seiner Freundin Judith Callegari verraten, dass Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith den Krimi "The Cuckoo's Calling" ("Der Ruf des Kuckucks") geschrieben hatte. Callegari gab diese vertrauliche Information an einen Journalisten der "Sunday Times" weiter, die das Geheimnis daraufhin enthüllte.

Die Anwaltsfirma erklärte sich zur Zahlung einer hohen Entschädigung bereit und akzeptierte am Mittwoch, die "bedeutende" Summe nicht an Rowling, sondern auf deren Wunsch an eine Organisation zur Unterstützung von Soldaten zu zahlen. Außerdem erstattet sie der Harry-Potter-Autorin die Prozesskosten. Zur genauen Höhe der Entschädigung wurden keine Angaben gemacht.

Rowlings Anwältin Jenny Afia bezeichnete den Vorgang als "fundamentalen Vertrauensbruch", der ihre Mandantin sehr verärgert habe. Die 48-jährige Autorin sagte zu, die weltweiten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches seit Enthüllung ihrer Autorenschaft Mitte Juli drei Jahre lang ebenfalls der Wohltätigkeitsorganisation für Soldaten zukommen zu lassen. Rowling begründete dies zum einem damit, dass Soldaten ihr bei der Recherche für den Krimi, dessen Held ein Kriegsveteran ist, geholfen hätten. Zum anderen habe ihr das Verfassen des Buches klar gemacht, dass die Soldaten Unterstützung brauchten.

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"Ich hatte immer vor, The Soldier's Charity etwas von Roberts Tantiemen zu spenden, aber ich habe nicht geahnt, dass es drei Monate nach Veröffentlichung ein Bestseller wird - in Wirklichkeit hatte ich nicht damit gerechnet, dass er jemals dort landen würde", erklärte Rowling.

Vor der Enttarnung der wahren Autorin waren von der gebundenen Ausgabe des Krimis gerade einmal 1500 Exemplare verkauft worden. Die Rechte an der deutschen Übersetzung hatte sich der kleine Münchner Verlag Blanvalet gesichert, ohne zu ahnen, um wen es sich bei Robert Galbraith in Wirklichkeit handelt. Jetzt, wo das Pseudonym der Bestseller-Autorin kein Geheimnis mehr ist, wird mit einem Verkaufserfolg des Buches gerechnet.

KNA

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