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Hauptverfahren gegen Jörg Kachelmann eröffnet.

Hauptverfahren gegen Kachelmann eröffnet

Mannheim - Das Landgericht Mannheum eröffnete am Freitag das Hauptverfahren gegen Wetterexperten Jörg Kachelmann. Er soll seine Freundin vergewaltigt haben.

Der Vergewaltigungs-Prozess gegen den ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann beginnt nach Angaben des Mannheimer Landgerichts am 6. September. Die 5. Große Strafkammer hat am Freitag die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zur Hauptverhandlung zugelassen und den Prozess bis zum 27. Oktober terminiert. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von fünf bis 15 Jahren.

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Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft dem 51-jährigen Schweizer in der Anklage vom 19. Mai eine besonders schwere Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Kachelmann hat demnach seine damalige langjährige Freundin in der Nacht auf den 9. Februar in ihrer Wohnung in Schwetzingen mit einem Messer am Hals verletzt, sie vergewaltigt und mehrmals gedroht, sie zu töten.

Kachelmann - die ersten Fotos aus der Haft

Kachelmann - die ersten Fotos aus der Haft

Bis zu 15 Jahre Haft bei Vergewaltigung

Vergewaltigung - nach dem Strafgesetzbuch ein besonders schwerer Fall der sexuellen Nötigung - kann mit bis zu 15 Jahren Gefängnis geahndet werden. Die Mindeststrafe liegt bei zwei Jahren. Die Mindeststrafe erhöht sich unter bestimmten Voraussetzungen auf drei Jahre, unter anderem, wenn der Täter bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt.

Wenn der Täter die Waffe oder das gefährliche Werkzeug nicht nur dabei hat, sondern auch verwendet, erhöht sich die Mindeststrafe auf fünf Jahre. Das gleiche Mindeststrafmaß gilt, wenn der Täter sein Opfer schwer misshandelt oder in Todesgefahr bringt. (dpa)

Laut Staatsanwaltschaft wollte sich die damals 36-jährige Journalistin von Kachelmann trennen, weil sie von seinen Beziehungen zu anderen Frauen erfahren hatte. Kachelmann bestreitet die Tat. Er hat ausgesagt, der Geschlechtsverkehr mit der Freundin sei einvernehmlich gewesen, und er habe keine Gewalt angewandt. Er war am 20. März auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Demnächst entscheidet das Oberlandesgericht Karlsruhe über eine Haftbeschwerde des Verteidigers Reinhard Birkenstock.

dapd

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