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Heino Ferch als Psychologe.

Für "Spuren des Bösen - Racheengel"

Heino Ferch hat Chancen auf einen Emmy

New York - Sie sind das Höchste, was das deutsche Fernsehen in den USA erreichen kann: Die International Emmys werden im November in New York verliehen - zwei könnten danach im Gepäck nach Deutschland reisen.

Der deutsche Schauspieler Heino Ferch hat Chancen auf einen der wichtigsten Fernsehpreise der Welt. Für seine Rolle als Polizeipsychologe in „Spuren des Bösen - Racheengel“ wurde der 50-Jährige für einen International Emmy nominiert. Aussicht auf einen der internationalen Preise hat auch der ZDF-Film „Das Wunder von Kärnten“. Die Preise werden am 25. November in New York verliehen.

Die International Emmys sind die Auslandssparte der US-amerikanischen Emmys. Es ist eine wichtige Auszeichnung, auch wenn sie nicht annähernd so viel Glanz hat wie die „Primetime Emmys“, die jedes Jahr im September verliehen werden. Vom amerikanischen Publikum werden sie in der Regel nicht übermäßig wahrgenommen, doch in Fachkreisen sorgt schon eine Nominierung immer wieder für Aufsehen.

Ferch spielt in „Spuren des Bösen - Racheengel“ einen Psychologen, der zufällig Geisel in einem Wiener Buchladen wird. Unvermutet erschießt sich der Gangster - und Ferch versucht die Hintergründe der Bluttat herauszufinden. Regie bei der österreichischen Produktion führte Andreas Prochaska („In 3 Tagen bist du tot“).

Überdurchschnittlich oft gewinnen die Briten

„Das Wunder von Kärnten“ ist ebenfalls in Österreich entstanden, allerdings als Koproduktion aus ORF und ZDF. In dem Ärztedrama geht es um einen jungen Mediziner, der auf sich allein gestellt eine Notoperation an einem dreijährigen Mädchen vornehmen muss, um das Kind zu retten. Die Hauptrollen spielen Ken Duken und Julia Koschitz. Der Film erreichte der Produktionsfirma Rowboat zufolge im vergangenen Jahr im ZDF einen Marktanteil von 17,1, beim ORF sogar von 33 Prozent.

Die International Emmys werden in zehn Sparten vergeben, es gibt jeweils vier Nominierungen. Vor drei Jahren gehörten Iris Berben für „Krupp - Eine deutsche Familie“ und Sebastian Koch für „Der Seewolf“ dazu, beide gingen aber leer aus. Überdurchschnittlich oft gewinnen die Briten. Kritiker führen das auf die Sprache zurück: Für die amerikanische Jury wirke ein englischer Film einfach griffiger als eine Produktion auf portugiesisch, schwedisch oder deutsch mit Untertiteln.

dpa

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