Heino hatte Depressionen - Streit um abgesagte Tournee

Köln - Heino (69) hat nach eigenen Worten Depressionen gehabt, nachdem er seine Tournee im vergangenen Jahr wegen Herzproblemen absagen musste. "Ich war psychisch so angeschlagen, dass ich für nichts mehr Interesse hatte", sagte der Volkssänger der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe).

"Ich dachte mir: Jetzt hast du 40 Jahre lang so eine tolle Karriere gemacht, und die endet so jämmerlich. Der Gedanke, dass ich vor meinen Fans wie ein Betrüger dastand, hat mich krank gemacht."

Heino hatte seine Tournee wegen Herzproblemen absagen müssen. Um die Rückerstattung der Eintrittsgelder entbrannte ein Streit zwischen ihm und der Versicherung. Seinen seelischen Tiefpunkt habe er erreicht, als er von einigen Fans sogar angezeigt worden sei, sagte Heino. "Nachdem ich morgens aufgestanden war, wollte ich mich gleich wieder hinlegen. Dazu litt ich an einer schrecklichen Nervosität. Ich setzte mich an den Kaffeetisch - und musste nach einer Minute wieder aufstehen. Ich war völlig ruhelos."

Seine Hausärztin verwies ihn an einen Neurologen im Klinikum Euskirchen. "Der sagte mir: "Heino, Sie haben eine Depression und die können wir heilen." Ich wusste gar nicht, was eine Depression ist, und ließ mich erst einmal aufklären." An seinem 69. Geburtstag habe er zum ersten Mal ein Antidepressivum geschluckt. "Innerhalb weniger Stunden ging es mir besser, meine innere Ruhe kehrte zurück", erzählte er. "Drei Monate lang nahm ich jeden Abend eine Tablette."

Um sein Gewissen zu beruhigen, habe Heino die noch ausstehenden Rückzahlungen an die Fans aus eigener Tasche bezahlt, berichtete "Bild". "Es sollten mittlerweile alle Fans ihr Geld haben", sagte er. "Ich habe jetzt mein Erspartes geopfert, damit ich endlich wieder ruhig schlafen kann. Und seitdem die Sache vom Tisch ist, habe ich auch keine Depressionen mehr."

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